Kräuter-Rundgang im Garten: 16. April 2006


Ostern hat uns zwar nicht mit strahlendem Sonnenschein beglückt, aber immerhin war es trocken genug, um einen Osterspaziergang im Garten zu machen.

Nicht auf der Suche nach Ostereiern, sondern auf der Suche nach blühenden oder treibenden Heilpflanzen. Und davon gibt es eine Menge. Erstaunlich, welche Artenvielfalt so ein kleines Grundstück bieten kann. Dabei habe ich mich nur um die Pflanzen gekümmert, bei denen gerade etwas geschieht. Viele andere Heilpflanzen kommen erst bei einem der nächsten Rundgänge dran.

Zu den Seiten 1 - 2 - 3 - 4 - 5

Pünktlich zu Ostern blüht auch der Kirschbaum mit all seinen zarten, weissen Blüten, wie ein Baum, der Hochzeit feiert.

Am Zeitpunkt der Kirschblüte merkt man ganz deutlich, dass wir dieses Jahr deutlich später dran sind als sonst. Normalerweise blüht der Kirschbaum schon Anfang April oder sogar Ende März.

Der Rosmarin, der auf dem Hof in einem Kübel wächst, wurde von diesem Winter arg gebeutelt.

Nicht nur, dass es fast einen halben Meter darauf geschneit hat, sodass seine Silhouette fast verschwand.

Auch eine Dachlawine ging mit voller Kraft auf ihn nieder und begrub ihn unter dem brettharten Schnee.

Aber der tapfere Rosmarin kam fast unbeschadet wieder zum Vorschein als der Schnee wegtaute, er ist nur etwas breitgedrückt seitdem und nicht mehr ganz so hoch wie zuvor. Damit hat er endgültig den Beweis angetreten, dass es eine winterharte Sorte ist, so wie er auch angeboten wurde.

Und hier ein Blick auf unseren kräftigen Salbei, der sich im besten Gemüsebeet ein ordentlich grosses Plätzchen erobert hat.

Im Winter sind seine Blätter silbrig grau und im Frühjahr werden sie nach und nach wieder grün. Das sieht faszinierend aus, wenn man es von Tag zu Tag beobachtet.

Inzwischen wachsen auch schon ein paar neue, kleine Blätter heran.

In unserem Garten wachsen viele Wolfsmilche ganz von selbst.

Mir gefallen sie so gut, dass ich die meisten stehen lassen, ausser sie wachsen im Gemüsebeet.

Leider ist der Milchsaft giftig und man kann die Pflanze deshalb nicht so richtig nutzen, ausser vielleicht, um Warzen weg zu ätzen. Schade, die Wolfsmilch hat wohl einfach zuviel der Heilkraft und ist dadurch zur Giftpflanze geworden.

Überall spriesst und blüht jetzt schon der Gundermann.

Ich liebe die violetten Blüten der kleinen Pflanze. Auch das Aroma der Gundermann-Blätter mag ich sehr und benutze es daher gerne in der Küche.

Demnächst werde ich wohl auch eine Gundermann-Creme zubereiten, denn er wirkt sehr heilend auf die Haut.

Der Schnittlauch ist jetzt in seiner besten Zeit für den Einsatz in der Küche.

Bald wird er blühen, was zwar sehr schön aussieht, aber danach werden die Stengel in der Sommerhitze meist labbrig und eignen sich nicht mehr so gut zu Kochen.

Auch der Oregano (Dost) spriesst allmählich wieder aus dem Boden.

Ich finde es jedes Jahr sehr faszinierend, wie zuerst ein dichter Teppich entsteht, der immer buschiger wird, bis im Hochsommer dann ein niedriges Gebüsch mit rosafarbenen Blüten lauter Schmetterlinge anlockt.

Der Estragon war beim letzten Gartenrundgang ja nur als kleine, aber kräftige Triebe zu sehen.

Inzwischen hat er sich zu richtigen Pflanzen entwickelt und legt ordentlich los.

Bald werde ich ihn wohl stutzen müssen, damit er den geplanten Gemüsepflanzen nicht den Platz wegnimmt.

Um ihn sinnvoll zu verwenden, suche ich noch nach leckeren Estragon-Rezepten. Vielleicht werde ich ein Pesto daraus machen.

Die Pimpinelle ist in unserem Garten schier unverwüstlich.

Sie wächst an ihrem offiziellen Platz das ganze Jahr über, selbst im Winter.

Und rundherum breitet sie sich aus, dass es eine Wonne ist, oder auch eine Plage, je nach Betrachtungsweise.

Da die Pimpinelle aber sehr milde ist, kann man reichlich von ihr im Salat unterbringen und so lasse ich einen Grossteil der eifrigen Pimpinelle-Kinder wachsen und ernte sie dann zum Essen.

Vom Liebstöckel sah man beim letzten Garten-Rundgang noch gar nichts.

Aber nur wenige Tage später kamen die Triebe aus dem Boden und jetzt ist er schon ein richtiger Busch geworden.

Ich staune jedes Jahr über die enorme Wuchskraft des Liebstöckels.

Weiter...


Home Up



Impressum - Datenschutzerklärung