Kräuter-Rundgang im Garten: 10. Juni 2006

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Vom Baldrian sind dieses Jahr auch wieder einige Pflanzen gewachsen.

Das ist beim Baldrian immer etwas Glücksache, aber in den letzten Jahren war er meistens mit von der Partie.

Jetzt hat er angefangen zu blühen.

Wer den starken Duft der Wurzeln nicht mag, sollte es vielleicht mal mit den Blüten versuchen, denn die riechen sehr angenehm.

Die Melisse wächst und wächst.

Mit dem Blühen lässt sie sich noch etwas Zeit, was gut ist, um auch später noch Blüten im Garten zu haben.

Eigentlich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt zum Ernten. Mal sehen, ob ich es über mich bringe, die schönen Pflanzen teilweise zu beschneiden.

Die Weinraute blüht jetzt schon.

Mit ihren gelben Blüten reiht sie sich in eine schier endlose Zahl von Gelbblühern ein, aber ihre Blüten sehen anders aus als andere - ein wenig wie angenagt, aber genauso müssen die Weinraute-Blüten sein.

Die Tollkirschen sind jetzt ausgewachsen, mannshoch und blühen.

Sie werden von Jahr zu Jahr kraftvoller.

Immer wieder bedauere ich es, dass man mit dieser schönen Pflanze, die sich bei uns so wohl zu fühlen scheint, in der Volksheilkunde kaum etwas anfangen kann.

So bleibt mir nur, sie immer wieder zu grüssen, und mich an ihr zu freuen.

Der Frauenmantel behauptet sich tapfer gegen all die vielen Wucherpflanzen, die in seiner Nähe ihr Unwesen treiben.

Seine Blüten sind inzwischen wie ein gelblicher Schleier.

Die meisten Wildrosen sind schon verblüht, aber ein paar der Blüten leuchten noch unter dem alten Birnbaum hervor.

Bei uns sind die Wildrosen noch wirklich wild, denn sie wachsen einfach wo sie wollen. Uns haben sie dabei nicht gefragt. ;-)

Aber dort wo sie nicht im Weg sind, dürfen sie bleiben und sich frei entfalten, was sie auch gerne tun. Im Herbst können wir uns dann an den reichlichen Hagebutten freuen.

Nur zwei Beifuss-Pflanzen gibt es dieses Jahr in unserem Garten und diese beiden auch noch dicht nebeneinander, sodass sie wohl zu einer zusammenwachsen werden.

Obwohl ich den Beifuss sehr schätze, wächst er nicht sehr zahlreich bei uns. Ob ihm bei uns zuviel anderes los ist?

Das Schöllkraut hat seine schönste Zeit schon hinter sich, aber ein paar Blüten leuchten immer noch gelb aus dem Grün hervor.

Auch schon viele samenhaltige Schoten haben sich gebildet.

Von hinten nähern wir uns wieder dem Hof.

Da lacht mir ein einzelnes Gänseblümchen entgegen - das einzige im ganzen Garten.

Da es bei uns eine echte Rarität ist, darf es trotz leicht zerfledderten Blütenblättern aufs Bild.

Wenn erstmal ein Gänseblümchen Fuss gefasst hat, wachsen nächstes Jahr bestimmt noch mehr davon bei uns.

Die Katze ist auch im Hof angekommen und macht es sich auf den warmen Steinen gemütlich.

Ganz erschöpft liegt sie da und aalt sich in der sommerlichen Mittagshitze.

Wahrscheinlich geniesst sie die hohen Mittagstemperaturen mehr als ich, denn mir ist es ganz schön warm geworden auf dem Weg durch den Garten. Nichts wie rein und etwas Kühles getrunken :-)

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