Kräuter-Wanderung: 5.5.2006:
Sattes Grün im Liliental


Das Liliental hat mich laut gerufen, denn ich vermutete, dass der Aronstab blüht, was man eher selten sehen kann. Ausserdem habe ich mit der Blüte der Einbeeren gerechnet. Zwar beides keine als wichtig geltenden Heilpflanzen, aber sehr interessante Arten mit eigenwilligem Aussehen.

Wie zu erwarten war, steht inzwischen fast alles in saftigem Grün, es sieht völlig anders aus als noch vor einem Monat. Ich staune immer wieder, wie schnell das Grünwerden der Natur geht, wenn es erst mal angefangen hat.

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Wie letztes Mal erfreut schon am Parkplatz ein hübsches Begrüssungskommando mein Auge.

Die gefleckte Taubnessel ähnelt eher ihrer weissen Schwester als der Purpurtaubnessel, die ja auch rote Blüten, aber einen anderen Wuchs hat.

Natürlich beginnt die Natur nicht erst auf dem Parkplatz, sondern schon die ganze Gegend auf dem Hinweg und vor allem die Anfahrt von der schnellen Autostrasse bis zum Liliental ist schon sehr malerisch. Wenn es nicht so weit wäre, würde ich am liebsten hinlaufen, aber dann wäre ich schon müde, wenn ich angekommen bin. Und mit dem Fahrrad habe ich leider Angst auf den engen, gewundenen Strassen auf denen die Autofahrer gerne zeigen, wie flott sie unterwegs sind.

Unter einer Gruppe von Kastanienbäumen stehen mehrere Knoblauchsrauken.

Obwohl sie hier in der Gegend eigentlich häufig vorkommen, hat sich noch keine in unseren Garten verirrt.

Schade, denn sie sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch noch lecker.

Die Kastanienbäume blühen inzwischen und haben ihre riesigen, dicken Kerzen ausgepackt.

Die Kastanienblüten finde ich immer wieder beeindruckend.

Jetzt muss ich nur noch einen Baum finden, der nicht allzu sehr durch Strassendreck belastet ist und an dem ich mich traue, ein paar der Blüten zu pflücken, denn ich will daraus eine Creme gegen geschwollene Beine machen. Kann man im heissen Sommer ja immer gut gebrauchen.

Eine Rotbuchen-Art mit gezackten Blättern blüht ein wenig ähnlich wie Lindenblüten.

Es ist erstaunlich, wieviele exotische Baumarten es im Liliental gibt. Von den meisten habe ich vorher noch nie etwas gehört.

Zwischen den Bäumen auf den Wiesen wächst an mehreren Stellen der Beinwell.

Einige davon tragen sogar rote Blüten, von violett keine Spur.

Als ich bei den Aronstab-Pflanzen angekommen war, habe ich vergeblich nach den weissen Segeln Ausschau gehalten, die typisch für die Blüten des Aronstabes sind.

Stattdessen entdeckte ich bei näherem Hinsehen runde Stacheln, die in die Höhe ragten.

Offenbar bin ich zu früh gekommen.

Zuerst habe ich mich geärgert, aber dann wurde ich froh, denn auf diese Weise habe ich auch mal die Knospen des Aronstabes kennengelernt.

Um die Blüten zu sehen, muss ich wohl bald wieder ins Liliental fahren, vielleicht schon nächste Woche.

An vielen Stellen sieht man gelb blühende Polster, die sich bei näherem Hinsehen als blühende Zypressen-Wolfsmilch entpuppen.

Sie sehen echt schön aus, diese Blüten und deutlich anders als die Blüten anderer Pflanzenfamilien.

Zwischendrin blitzen auch immer wieder viele blaue Punkte aus dem satten Grün.

Lauter Ehrenpreispflanzen zeigen ihre blauen Blüten.

Im Vergleich zu den imposanten Bäumen und grösseren Blütenpflanzen sind sie zwar unscheinbar, aber die Kraft ihrer Farbe ist ausgesprochen stark.

Die Schafgarben stengeln an manchen Stellen schon hoch und zeigen ihre Knospen.

Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis man die Blüten zu sehen bekommt.

Schliesslich habe ich den Hang der Ginkgo-Bäume erreicht.

Die Ginkgo-Blätter haben zwar noch nicht ihre volle Grösse erreicht, aber die typische Form kann man schon deutlich erkennen.

So einen Baum hätte ich ja gerne in meinem Garten, aber ich fürchte, mein Garten ist zu klein, um noch einen Baum aufzunehmen.

Dann erreichte ich die Orchideen-Wiese. Aber weit und breit waren keine Orchideen zu sehen.

Stattdessen lachte mich ein besonders gelungenes Exemplar eines Rotklees an.

Genau betrachtet ist er eigentlich fast so hübsch wie eine Orchidee.

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