Kräuter-Radtour: 24.5.2006: Den Rhein entlang


Da ich ganz in der Nähe des Rheins lebe, bietet es sich für mich an, hin und wieder eine Radtour am Rhein entlang zu machen.

Bei dieser Gelegenheit halte ich natürlich nach den Kräutern am Wegesrand Ausschau und werde meistens von vielen verschiedenen Pflanzen beglückt.

Auf dieser Radtour geht es in Richtung Norden von Breisach bis nach Burkheim und zurück.

Auf dem Foto rechts sieht man von der Rheinbrücke bei Breisach nach Süden, also dorthin, wo ich nicht gefahren bin, wo der Rhein aber malerisch über ein Wehr rauscht. In diese Richtung werde ich ein ander Mal fahren.

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Zuerst gilt es, von meinem elsässischen Heimatdorf zum Rhein zu fahren. Das ist mein Hausstrecke, die ich auch immer entlangfahre, wenn ich zum Schwimmengehen oder Einkaufen nach Breisach auf der deutschen Seite fahre.

Zwischen meinem und dem Nachbardorf fahre ich an vielen Feldern entlang, an deren Rändern vielfältige Heilkräuter wachsen dürfen. Zwar wird direkt an der Strasse immer gemäht, aber ein Streifen Wiese bleibt meistens stehen.

Auf diesem Randstreifen blühen viele Pyrenäen-Storchschnäbel. Ein Verwandter des stinkenden Storchschnabels, der ursprünglich in den Pyrenäen heimisch war, dann eine Zeitlang als Gartenpflanze kultiviert wurde und aus den Gärten geflüchtet ist.

Direkt daneben wachsen viele, viele Weissklees.

Der Weissklee steht etwas im Schatten seines roten Bruders, lässt sich aber für ähnliche Zwecke einsetzen.

Auch Acker-Skabiosen dürfen am Rand der Felder stehenbleiben.

Sie sind eine richtige Zierde mit ihren hellvioletten Blüten, die auf dünnen Stengel im Wind schwanken.

Überall wuchert auch viel Wiesenlabkraut und hüllt die Wiesen in einen luftig, weissen Schleier.
Auch viele weisse Lichtnelken wachsen am Wegesrand.

Die Lichtnelke enthält Saponine, was für vorhandene Heilwirkungen spricht, aber sie wird kaum in der Kräuterheilkunde eingesetzt. Man kann sie aber auch zum Waschen benutzen.

Natürlich darf auch der rote Klee nicht fehlen.

An manchen Stellen wächst er dicht an dicht und bildet einen rotgrünen Polster-Teppich.

Das hier sind Malven, wie man an diesen hübsch geformten Blättern erkennen kann.

Bald wird sie uns mit ihren erlesenen Blüten erfreuen.

An einer besonders steinigen Stelle neben dem Weg wächst reichlich Mauerpfeffer.

Dann verblüffte mich ein Gewächs, das bei genauerem Hinsehen sehr interessant aussah, denn im unteren Teil hat es einen einzelnen beblätterten Stengel, der sich auf halber Höhe in eine Vielzahl von Stengeln verzweigt. Das sieht drollig aus.

An den verzweigten Stengeln wuchsen viele kleine Schoten, ähnlich wie beim Hirtentäschel bis hinauf zu unauffälligen Blüten.

Es handelt sich um eine Feldkresse.

Dann sah ich Reseden, deren Name schon auf ihre Heilkraft hinweist, denn das lateinische "Resede" bedeutet "heilen", "beruhigen" oder "stillen". In der heutigen Pflanzenheilkunde wird die Resede jedoch kaum verwendet. Daher werde ich wohl eine Weile suchen müssen, bis ich auf Beschreibungen ihrer Heilwirkungen stosse.

Als Färbepflanze ist die Resede jedoch sehr beliebt.

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