Kräuter-Wanderung: 4.8.2006:
Von Hinterzarten nach Titisee


Diesmal führt mich mein Weg in den Schwarzwald.

Dort erhoffe ich mir ganz andere Pflanzen als im flachen Rheintal. Schliesslich haben wir hier das Glück, mehrere ganz unterschiedliche Landschaften nahe beinander zu haben. Ausserdem kann man mit einer 24-Stunden-Karte für unter zehn Euro von Breisach bis ins Feldberg-Gebiet mit dem Zug fahren und zwar sogar mit der legendären Höllenzug-Bahn.

Die heutige Tour geht mit dem Zug über Freiburg bis nach Hinterzarten. Dort wandere ich zuerst durch das Hinterzartener Moor und anschliessend über die Berge bis nach Titisee. Von dort aus nehme ich wieder den Zug und fahre zurück nach Hause.

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Beginnen wir im Himmelreich.

Ist das nicht ein schöner Anfang? Natürlich bin ich vorher mit dem Rad von Frankreich aus nach Breisach gefahren, von dort aus mit dem Zug nach Freiburg und dort bin ich in die Höllentalbahn gestiegen. Die hat mich schon von Freiburg ins Dreisamtal gebracht, bis zum kleinen Örtchen Himmelreich.

Von hier aus geht es in das berühmte Höllental und steil bergan in den Schwarzwald.

Ist das nicht drollig, dass das Höllental direkt hinter dem Himmelreich beginnt?

Unterwegs versuche ich ein paar Aufnahmen der malerischen Natur zu machen.

Doch leider ist das gar nicht so einfach, weil der Zug so schnell durch die Landschaft saust und ausserdem die Fenster spiegeln.

Besonders habe ich bedauert, dass ich ein Foto vom Hirschsprung verpasst habe. Der Hirschsprung sind zwei schroffe Felsen, quasi das Eingangstor des Höllentals, über deren Zwischenraum angeblich ein Hirsch sprang, als er vor einer Jagdgesellschaft flüchtete.

Nach einer abenteuerlichen Fahrt nach oben, durch Tunnel und an Abgründen entlang, erreiche ich Hinterzarten.

Hinterzarten ist eine Mischung aus Kur-, Tourismus- und Sport-Ort.

Es gibt so viele Restaurants und Hotels, dass ich mich frage, ob hier überhaupt jemand dauerhaft lebt.

Ausser offensichtlich kurbedürftigen Menschen und wandernden Familien sind hier eine Menge junger Leute unterwegs, was mich doch etwas verwundert. Was finden die vielen Jugendlichen an diesem touristischen Bergdorf so interessant? Ob es daran liegt, dass es hier grosse Sprungschanzen gibt? Aber es ist doch Sommer!

In einem modernen Gebäude mit der Aufschrift "Information" bekomme ich schliesslich die erhoffte Wanderkarte in wanderfreundlichem Massstab und eine Infobroschüre über das Hinterzartener Moor.

Nach ausgiebigem Studium der Karte setze ich mich in Richtung Moor in Bewegung.

Mitten im Ort steht ein grosser Maibaum.

Den brauchen die Hinterzartener wohl ganzjährig, um sich gross zu fühlen.

Die Sprungschanzen, die schon von weitem sichtbar über dem Ort thronen, sind aber auch gute Symbole für die Grösse des Ortes.
Auf dem Weg zum Moor komme ich an einem kleinen Teich vorbei, der sich stolz "Adlerweiher" nennt.

Ob er den fliegenden Skispringern gewidmet ist?

Am Ufer des Adlerweihers wächst Mädesüss, das hier fast überall wächst, wie ich im Laufe des Moorweges herausfinde.
Auch der Blutweiderich wächst am Teichufer.

Ich fühle mich fast an die Bachufer in der heimischen Ebene erinnert.

Vor einem Bahnübergang sehe ich einige Wald-Platterbsen.

Sie haben schon eine Menge Schoten gebildet, die wie kleine Bohnen aussehen.

Am Wegrand wächst auch das schmalblättrige Weidenröschen mit seinen wunderschönen Blüten.

Von Nahem sehen die Blüten so richtig entzückend aus.

Das schmalblättrige Weidenröschen ist so beeindruckend, dass es schwerfällt zu glauben, dass es als Heilpflanze nicht geeignet sein soll, anders als sein blasser Bruder, das kleine Weidenröschen.

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