Kräuter-Wanderung: 9.8.2006:
Zur Mondhalde im Kaiserstuhl


Nachdem ich mit meinen Abenteuern zu Rad etwas mutiger geworden bin, zieht es mich mitten in den Kaiserstuhl, denn dort gibt es viel zu entdecken.

Diesmal geht die Reise nach Oberrotweil, dem Hauptort von Vogtsburg, weil es dort einen Lehrpfad für Weinbau und Heilpflanzen gibt. Das hat mich neugierig gemacht.

Der Lehrpfad führt mich auf die Mondhalde, ein Berg, der seine Nase in das Tal in der Mitte des Kaiserstuhls streckt. Darum hat man von dort aus eine tolle Aussicht.

Vom warmen Klima und dem fruchtbaren Lösboden erhoffe ich mir natürlich viele Heilpflanzen, zumal sie dort als Lehrpfad angeboten werden.

Siehe auch:
Auf Kaiserstuhl.net: Von Oberrotweil zur Mondhalde
Lehrpfad über Weinbau und Heilpflanzen
(Mit Karte)

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Zuerst fahre ich mit dem Fahrrad nach Oberrotweil.

Schon kurz hinter Breisach öffnet sich der Blick über die Felder zum Kaiserstuhl.

Dort will ich heute hinfahren.

Am Wegrand blüht die Goldrute, die inzwischen zur beherrschenden Blütenpflanze an vielen Stellen geworden ist.

Ihr warmes Gelb bringt den August zum Leuchten.

Auch der Beifuss blüht an allen Ecken.

Doch weil seine Blüten eher klein und grünbraun sind, fällt er nicht so auf.

Es ist erstaunlich, wieviel die Blütenfarbe ausmacht, ob uns eine Pflanze auffällt oder nicht.

Der Gänsefuss steht dem Beifuss in nichts nach.

Er wächst fast ebenso hoch und steht auch in voller (grüner) Blüte.

Beim Gänsefuss finde ich immer wieder erstaunlich, dass eine Pflanze, die dem Beifuss so ähnlich sieht, einer ganz anderen Pflanzenfamilie zugeordnet ist.

Aber wenn man ganz genau hinschaut, sieht man die Unterschiede bei den Blüten. Der Beifuss hat eben kleine Korbblüten und der Gänsefuss eher Knubbelblüten.

Die Kugeldistel veranlasst mich zu einer scharfen Bremsung, denn sowas sieht man selbst hier nicht überall.

Die Blüten der Kugeldistel finde ich faszinierend.

Sie sehen sehr schön aus, aber auch abweisend.

Und wenn man sie anfasst, pieksen sie stark, wie nicht anders zu erwarten. Ich hab es dennoch ausprobiert, denn ich wollte wissen, ob sich die stacheligen Blüten so anfühlen wie sie aussehen.

Die leuchtend blauen Blüten des Wiesen-Storchschnabels veranlassen mich zur nächsten Vollbremsung, wenn auch ein paar Kilometer weiter.

Der Name "Wiesen-Storchschnabel" klingt zwar profan und alltäglich, aber seine grossen Blüten wirken eher wie ganz besondere Blumen.

Sogar der Ehrenpreis blüht noch am Wegrand, ganz in der Nähe der Storchschnäbel.

Der Ehrenpreis ist eine Pflanze mit viel Ausdauer, denn er ist ja im Frühling eine der ersten Blütenpflanzen und er hält tapfer durch bis in den Spätsommer.

Schöne Disteln sieht man zur Zeit natürlich überall.

Das reichhaltige Distel-Vorkommen ist auch für die Bienen sehr erfreulich, denn im Spätsommer lässt die Anzahl der Blütenpflanzen allmählich nach und dann sind die vorhandenen Blüten für die Bienen sehr wichtig.

Auch ein paar Heil-Zieste entdecke ich unterwegs.

Die Heilzieste erinnern ja optisch stark an Minzen, aber die Blätter riechen alles andere als minzig, man könnte fast sagen, dass sie etwas stinken.

In der Nähe stehen auch einige Eisenkraut-Pflanzen.

So reichlich wie in meinem Garten sehe ich sie fast nirgends, aber dennoch treffe ich immer mal wieder eine kleine Gruppe.

Hier blühen sie besonders schön.

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