Kräuter-Wanderung: 21.9.2006:
Herbstanfang im Liliental


Bevor der Herbst richtig loslegt, wollte ich unbedingt noch einmal ins Liliental fahren.

Genau zum Herbstanfang habe ich endlich Zeit dafür gefunden, aber es ist alles andere als ein Herbst-Tag. Die Sonne brennt fast so heiss wie im Hochsommer und erheblich heisser als im verregneten August diesen Jahres.

Der Herbst begrüsst uns mit einem richtigen Sommertag - ein seltsamer Sommer dieses Jahr.

Für die Anfahrt mit dem Rad habe ich diesmal einen noch besseren Weg entdeckt als beim letzten Mal. Aber auch wenn der Weg gut ist, kann er nicht verhindern, dass ich schweissgebadet im Liliental ankomme, denn auf den letzten Kilometern geht es ganz ordentlich bergauf.

Diesmal will ich im Liliental den offiziellen Lehrpfad kennenlernen, denn bisher bin ich immer planlos durchs Gelände gestreift und habe den Lehrpfad noch nicht erlebt.

Diese Wanderung auf kaiserstuhl.net mit Karte und Streckenbeschreibung.

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Ausgangspunkt meiner Wanderung und des Lehrpfades ist, wie immer im Liliental, die Gaststätte Lilienhof.

Hier stelle ich mein Fahrrad ab, denn bei meinem letzten Besuch wurde deutlich, dass ich das Liliental lieber zu Fuss erkunde.

Ganz vorne im Parkbereich steht ein grosser Trompetenbaum.

Man kann seine langen Schoten sehen, die überall von den Zweigen hängen.

Die Vielfalt der Bäume ist immer wieder interessant im Liliental.

Es gibt hier so unterschiedliche Ecken und überall wachsen andere Bäume.

So muss ein "Arboretum" sein - wie eine Art Zoo für Bäume.

Die Eiben tragen inzwischen ihre rot leuchtenden Beeren.

Wie verlockend diese Beeren aussehen!

Angeblich ist das Fruchtfleisch der Beeren sogar ungiftig, nur die darin enthaltenen Samen sollen giftig sein - tödlich giftig.

Obwohl ich in Versuchung gekommen bin, lasse ich lieber die Finger von den Beeren, denn ich will ja noch ein paar Kilometer wandern und später heil heimkommen.

Der Kontrast zwischen dem grünen und dem roten Laub der beiden Bäume gefällt mir sehr gut.

Das sonst übliche Liliental-Bild gibt es diesmal nicht, weil ich auf einer anderen Strecke unterwegs bin.

Etwas weiter oben sieht man ein Stück offene Lösswand.

Daran kann man erkennen, dass auch hier im Liliental die gleichen Naturbedingungen herrschen wie in anderen Teilen des Kaiserstuhls.

Statt Wein werden hier eben Bäume angebaut und gepflegt.

Auf dem Weg nach oben auf einen der vielen Hügel im Liliental steht ein Baum, der über und über voll mit Misteln bewachsen ist.

Das sieht faszinierend aus.

Warum dieser eine Baum wohl so viele Misteln trägt und die Nachbarbäume gar keine?

Der Ahorn scheint der einzige zu sein, der den Herbstanfang ernst nimmt, denn er hat bereits begonnen seine Laubfarbe zu ändern.

Das Goldgelb sieht herrlich aus im Kontrast zum Blau des Himmels.

Zwischen den Bäumen steht eine dieser gelb blühenden Korbblütler.

Wie üblich habe ich Schwierigkeiten, die Pflanzenart genau zu erkennen.

Beim späteren Blättern in meinen Bestimmungsbüchern entscheide ich mich dafür, dass es sich um ein Savoyer Habichtskraut handelt, aber vielleicht ist es auch eine andere Pflanzenart.

Erstaunlich, wie lange das Johanniskraut durchhält.

Der erste grosse Blütenschwung ist beim Johanniskraut ja schnell vorbei, aber offenbar blühen einzelne Blüten noch mehrere Monate lang, wenn den Pflanzen das Wetter ausreichend behagt.

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