Kräuter-Radtour: 28.9.2006:
Rund um den Kaiserstuhl


Schon lange habe ich mit einer Radtour rund um den Kaiserstuhl geliebäugelt.

Allerdings wollte ich damit bis zum Herbst warten, damit es mir unterwegs nicht allzu heiss wird.

Ausserdem dachte ich, dass ich bei so einer weiten Strecke kaum die Zeit finden würde, immerzu anzuhalten, um Kräuter zu fotografieren. Darum wollte ich die Tour um den Kaiserstuhl zu einem Zeitpunkt in Angriff nehmen, wenn die Kräutersaison schon weitgehend vorbei ist. Es hätte also gar keinen Kräuter-Radtour-Bericht gegeben.

Die Kräuter wollten aber anscheinend, dass ich auch dieses Mal von ihnen berichte, denn sie sprossen noch so reichlich am Wegrand, dass ich nicht umhin konnte, immer wieder vom Fahrrad zu springen und sie zu knipsen.

Diese Radtour auf kaiserstuhl.net mit Karte und Tourentipps

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Der Bericht beginnt diesmal schon direkt hinter unserer Dorfgrenze, denn es geht ja um die Radtour, die schon bei mir zu Hause los geht.

Wie im Kaiserstuhl alles im Zeichen der Weinernte steht, ist in unserem Dorf die Maisernte im vollen Gange.

Die Bauern kommen hier zusammen und befüllen das grosse Gestell, in dem massenhaft Maiskolben über den Winter luftig gelagert werden.

Man spürt auch hier die geschäftige Ernte-Atmosphäre, aber es geht weniger festlich zu als bei der Weinlese, die von massenhaft Weinfesten begleitet wird.

Die gelben Maiskolben hängen reif an den Maispflanzen.

Sie blitzen aus den gelblichen Hüllen hervor.

Noch bilden die Maisfelder hier fast sowas wie niedrige, aber immerhin mehr als mannshohe, Wälder, die die Sicht über die Ebene einengen.

Die Pflanzen sehen schon ziemlich dürr aus, was aber auch richtig ist, denn der Mais ist ja schon reif.

Tag für Tag werden die Felder jetzt abgeerntet und dann hat man wieder weite Sicht von Dorf zu Dorf.

Das Seifenkraut blüht immer noch.

Es sieht sogar besser aus als im Juli, wo es vor lauter Hitze ganz traurig aussah.

Auch ein paar Acker-Skabiosen blühen am Wegesrand.
Die Goldrute ist hier inzwischen verblüht.

Sie steht noch da wie zuvor, mit grünen Blättern, aber statt der leuchtend gelben Blüten sieht man braune Rispen.

Dann bin ich am Rhein und habe den gewohnten Blick auf Breisach und sein Münster.

So trübe ist es aber nur selten. Das Münster scheint wie vom Nebel umhüllt.

Ich frage mich, wie das mit meiner Radtour wird bei der diesigen Sicht.

Immerhin ist es nicht zu heiss, sondern erfrischend kühl. Das sind ja schon mal gute Voraussetzungen.

Am Kreisverkehr beim Breisacher Ortseingang beginnt die eigentliche Rundtour.

Dieser Kreisel ist auch in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, sodass man bequem mit dem Zug anreisen kann, denn in den hiesigen Zügen kann man Fahrräder mitnehmen.

Zuerst geht es durch die Innenstadt von Breisach.

Glücklicherweise ist das nur ein kurzes Stück, denn ich fahre nicht gerne im Autoverkehr.

Am Marktplatz geht es vorbei in Richtung Rhein.
Aber ich fahre nicht ganz bis zum Rhein, sondern folge beim Touristen-Kiosk der Strasse, die nach rechts abbiegt und zwischen Rhein und Münsterberg entlang führt.

Nach kurzer Strecke gibt es auch einen breiten Radweg, den ich dankbar benutze.

An der Tapetenfabrik, die deutlich erkennbar in die Höhe ragt, muss ich vorbei fahren. Erst danach kommt die Abzweigung in Richtung Burkheim.

Das ist wichtig zu wissen, denn auch schon vor der Tapetenfabrik sieht es so aus, als würde ein fahrradtauglicher Weg gen Norden führen. Das ist auch der Fall, aber man fährt dann entweder auf dem Rheindamm oder man verirrt sich im Wald, wobei ersteres durchaus reizvoll ist.

Hinter der Fabrik geht es dann aber los.

Man muss zuerst eine grössere Strasse überqueren.

Die Rad-Strasse ist zuerst noch recht breit, gabelt sich aber nach wenigen Metern.

Die rechte Abzweigung ist der richtige Weg.

Der Radweg nach Burkheim führt zwischen Maisfeldern hindurch.

Weiter hinten gibt es auch Obstplantagen und einige Gemüsefelder.

Eine landwirtschaftliche Mischung, die mich den ganzen Tag über begleiten wird.

Weinreben sehe ich nur in der Ferne, denn die werden nur auf den Bergen angebaut.

Den Kaiserstuhl kann man kaum sehen, er verschwindet fast im Nebel.

Ob das heute noch was wird mit guten Blicken auf die rebbewachsenen Berge?

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