Kräuter-Radtour: 2.11.2006: Mistel-Überraschung


Eigentlich hatte ich die Kräuterwanderungs-Saison ja schon als beendet betrachtet, wie schon mehrmals in diesem Herbst, aber dieser Sommer scheint einfach unverwüstlich.

Letzte Nacht hatte es hier das erste Mal gefroren und ich wollte mal meine Winter-Radelklamotten ausprobieren auf einer herbstlichen Radeltour nach Burkheim am nördlichen Kaiserstuhl.

Zwar wachsen und blühen inzwischen nicht mehr soviele Heilpflanzen wie im Sommer und im Frühherbst, aber ein paar tapfere Kräuterlein sind mir noch begegnet.

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Die Maisernte ist weitgehend abgeschlossen.

Überall haben sich die riesigen Maisgestelle gefüllt und stehen wie gelbe Mauern in der Landschaft.

Breisach thront in Herbstfarben über dem Flüsschen Möhlin, in dem sich leuchtend blau der Himmel spiegelt.
Hinter Breisach geht es auf der Maisfeld-Rennstrecke für Fahrräder in Richtung Burkheim.

Weil die Maisfelder schon abgeerntet sind, ist der Blick wieder so weit, wie im frühen Frühling.

Viele Bäume haben inzwischen ihr Laub verloren und ragen mit ihren kahlen Ästen in den blauen Himmel.
Einge der Bäume stehen da wie zerzaust und haben knorrige Äste.
Andere wirken wie grosse Kuppeln.

Leider kenne ich mich bisher viel zu wenig aus mit Bäumen, sodass ich die meisten nicht im kahlen Zustand identifizieren kann.

Aber das will ich in den nächsten Jahren ändern.

Und dann entdecke ich die Misteln.

Welch eine Überraschung!

Es ist nicht etwa überraschend, dass man in dieser Jahreszeit Misteln sehen kann, aber ich finde es überraschend, dass es hier soviele Misteln gibt.

Plötzlich hängen sie in grossen Gruppen an den Bäumen und das drolligste ist, dass es auf der französischen Seite etwa auf der gleichen Höhe (gemessen an den Rheinkilometern) auch massenhaft Misteln gibt. Ob sie sich lieber quer über den Rhein verbreiten als entlang der Ufer?

Einer der Bäume hängt über und über voll mit dicken Misteln.
Eine der kleineren Misteln, die aber relativ weit unten hängt, zoome ich mir näher heran, aber sie scheint immer noch weit weg.
In der Nähe blühen gefleckte Taubnesseln, als wäre es mitten im Frühling.
 

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