Kräuter-Wanderung: 11.4.2007: Frühling am Limberg


Am Limberg bei Sasbach soll es im Frühling mannigfaltige schöne und seltene Pflanzen geben.

Das habe ich aus einem Buch über den Lehrpfad auf dem Limberg (Siehe: www.lehrpfad.de/). Über diesen Lehrpfad gibt es nämlich ein ganzes Buch: Naturschutzgebiet Limberg am Kaiserstuhl. Begleiter zum Wissenschaftlichen Lehrpfad bei Sasbach am Rhein

Der wissenschaftliche Lehrpfad widmet sich nicht nur den seltenen Pflanzen des Naturschutzgebietes, sondern auch der interessanten vulkangeprägten Geologie, dem Weinbau und der Wasserwirtschaft.

Letztes Jahr hatte ich diesen Lehrpfad ausgerechnet am ersten Regentag des Sommers besucht, was das Vergnügen etwas eingeschränkt hatte (Siehe: Kräuter-Radtour: 28.7.2006: Zum Limberg bei Sasbach). Ausserdem entdeckt man im Frühjahr natürlich ganz andere Pflanzen als im Hochsommer und deshalb wollte ich unbedingt im Frühling nach Sasbach zum Limberg fahren.

Da es bei Sasbach eine Brücke über den Rhein gibt, bin ich auf der französischen Seite gen Norden gefahren und erst auf der Höhe des Sasbacher Limbergs nach Deutschland gefahren. Auf dem Rückweg bin ich auf der deutschen Rheinseite wieder nach Hause geradelt.

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Schon wenige Kilometer nach meiner Abfahrt komme ich zu einem Kanal, der vom Rhein bis nach Colmar führt und für Boote schiffbar ist.

Die saftigen Wiesen am Ufer, die vielen kleinen Blumen und der blaue Himmel verwandeln diesen Tag in das reinste Paradies.

Es ist warm, fast wie im Sommer, aber glücklicherweise noch nicht brütend heiss, also gerade richtig für eine wunderbare Radtour.

Im Gegensatz zu meinem Besuch im letzten Sommer wirkt das Kanalwasser frisch und dynamisch.

An die tümpelige Kloake erinnert kaum noch etwas.

Viele der Bäume haben inzwischen junges, hellgrünes Laub.

Durch das Blattwerk kann man noch den Himmel sehen, was zeigt, dass die Blätter noch klein sind.

Die Kahlheit des Winters und Früh-Frühlings ist aber schon weitgehend verschwunden.

Wo man auch hinschaut, sieht man überall immer wieder blühende Bäume.

An den weissen und rosafarbenen Blüten sieht man mal so richtig deutlich, wieviele wilde Kirschbäume und deren Verwandte es überall gibt.

Etwas weniger auffällig sind die gelblichen Blüten der Weide und andere grüngelbe Baumblüten.

Nur die heuschnupfengeplagten Allergiker sind sich dieser Blüten und ihrer Pollen mehr als bewusst.

Wenn man sich die Blüten jedoch genau anschaut, entdeckt man oft filigrane Schönheit.

Die leuchtenden Löwenzahnblüten dürfen natürlich nicht fehlen.

Auch wenn der Löwenzahn tapfer den ganzen Winter über durchgehalten hat, ist er doch jetzt geradezu explodiert in seiner Blütenfülle.

Nach der idyllischen Strecke am Kanal entlang, geht es noch über viele Kilometer auf landwirtschaftlichen Strassen entlang.

Im Hintergrund sieht man zwei von diesen merkwürdigen Maisbehältern, wo die Maiskolben seit letztem Herbst auf die Aussaat warten.

Bei uns im Dorf wird der Mais zur Zeit übrigens gerade gesät und die Maisbehälter wurden in den letzten Tagen geleert.

Ein Dorf nach dem anderen erscheint zunächst am Horizont, dann erreiche ich es, fahre durch und lasse es hinter mir.

Der starke Gegenwind fordert meine volle Beinkraft.

Mir ist es aber lieber, auf dem Hinweg Gegenwind zu haben und auf dem Rückweg vom Wind geschoben zu werden als umgekehrt.

Die letzten zehn Kilometer muss ich leider auf Autostrassen fahren, aber die Strassen sind glücklicherweise relativ klein und nicht übermässig stark befahren.

Dann erreiche ich das Wasserkraftwerk von Marckolsheim und damit den Rhein und die Grenze.

Mit Schaudern erinnere ich mich an letzten Sommer, als ich hier tropfnass gelandet war. (Siehe: Kräuter-Radtour: 28.7.2006: Zum Limberg bei Sasbach - Seite 2)

Heute hingegen ist das Wetter stabil und ich bin schon ordentlich ins Schwitzen geraten.

Hier ein Blick von der Schleuse auf den schiffbaren Teil des Rheins, den grossen Rheinkanal.
Und hier bin ich schon in Deutschland und blicke über den sogenannten Restrhein auf die Insel zwischen Rhein und Rheinkanal.
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Am Uferhang blühen leuchtende stinkende Storchschnabel-Pflanzen.

So wunderschöne Blüten und so ein grässlicher Name, da kann man eigentlich nur den Kopf schütteln.

Vielleicht sollte ich die Pflanze in Zukunft Ruprechtskraut nennen, denn das klingt deutlich schöner als "stinkender Storchschnabel".

Zur Storchschnabel-Familie gehört übrigens auch die Geranie, die üppig blühend Millionen von Balkonkästen ziert.

Ganz in der Nähe blüht auch der rundblättrige Storchschnabel.

Im Vergleich sieht man ganz deutlich, wie unterschiedlich prächtig die Blüten sind.

Der rundblättrige Storchschnabel hat nur kleine rötliche Tupfer im Gegensatz zu den schönen Blüten seines grossen Bruders.

Hier am Rheinparkplatz stelle ich mein Fahrrad ab, um zu Fuss den Limberg zu erklimmen

 

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