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Schliesslich erreiche ich die Rheinbrücke bei Fessenheim.
Diese erst letztes Jahr in Betrieb genommene Brücke ist zur Hälfte eine reine Fahrradbrücke.
Nur eine schmale Spur ist für Autos vorgesehen, die sich beim Über-die-Brücke-Fahren abwechseln müssen.
Unter der Brücke wird der grosse Vater Rhein zu einem schmalen Flüsschen zusammengesdrückt.
An der steilen Böschung, die zum Rhein hinunter abfällt,
wachsen lauter Böschungs-Pflanzen, fast wie aus dem Lehrbuch.
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Die geruchlose Kamille gedeiht hier besonders üppig.
Ihre Blüten sehen deutlich grösser aus als die Blüten der echten Kamille.
Aber der typische Duft fehlt nahezu völlig.
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Auch das Eisenkraut mit seinen winzigen Blüten hat sich hier angesiedelt.
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An so einer trockenen Stelle darf natürlich auch die Nachtkerze nicht fehlen.
Ihre Blüten sind ziemlich zusammengeklappt, anscheinend behagt ihr das Wetter nicht so ganz.
Die Wolken hängen so tief, dass man jederzeit mit Regen rechnen muss,
aber bisher hat es noch nicht geregnet.
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Was wäre eine bewachsene Böschung ohne Distel?
Diese hier steht kurz vor ihrer Blüte.
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Und dann ist da natürlich auch der Natternkopf.
Mir scheint es so, als würde er immer häufiger werden,
aber vielleicht habe ich früher auch nicht so sehr auf ihn geachtet.
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Von der Brücke aus habe ich einen guten Blick auf den Rhein,
wie er sich nach der Engstelle der Brücke wieder verbreitert.
Die Rheinufer sehen hier richtig wild und bewachsen aus.
Das ist wohl auch beabsichtigt, denn meines Wissens soll der Rhein hier renaturiert werden.
Er soll sich wieder zu einem Furkationsgewässer entwickeln,
bei dem sich der Fluss in zahlreiche Arme aufgabelt mit vielen Sandbänken.
Bis es soweit ist, müssen hier aber wohl noch gewaltige Erdbewegungen stattfinden.
Nicht gerade das, was man sich als Laie unter Renaturierung vorstellt.
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Zur Schleuse am breiten Rheinkanal muss ich ein Stück hochradeln,
da können sich die niedrigen Gänge meines neuen Fahrrads erstmal bewähren.
Es funktioniert gut und ich kann ganz lässig hochstrampeln.
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Auf der französischen Seite des Rheins ist ein kleiner Park mit teilweise sehr schönen Kiefern.
Bevor ich auf eine ruhigere Strasse in Richtung Heimat komme,
muss ich auf einer recht viel befahrenen Strasse ein Stück am Gelände des Kernkraftwerkes von Fessenheim entlang fahren.
Das ist ein wenig unheimlich, mit doppeltem Stacheldrahtzaun und dichtem Dickicht.
Vom Kernkraftwerk selber sehe ich überhaupt nichts.
Aber das liegt wohl auch daran, dass ich gleich bei der ersten Gelegenheit zum Ort Fessenheim abbiege
und gar nicht bis zur Einfahrt des Kraftwerks vordringe.
Ein schmuckes Städtchen dieses Fessenheim.
Die Verdienste durch das Kraftwerk werden offenbar gut genutzt.
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Der Heimweg führt mich durch die omnipräsenten Maisfelder.
Eine Strecke die ich zu grossen Teilen schon öfter gefahren bin.
Es ist eine relativ flotte Rennstrecke, auf der ich auch vom Rückenwind profitiere.
So schnell wie mit meinem alten Fahrrad bin ich auf dem neuen Drahtesel jedoch nicht.
Dazu ist er wohl zu stabil und schwer.
Mein altes Fahrrad ist dagegen die reinste Gazelle.
Dafür fährt das neue Rad viel besser über schwieriges Gelände.
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