Kräuter-Wanderung: 5.9.2007:
Zum badischen Blocksberg

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Ob das wohl Kartäusernelken sind?

Farbe und Form sehen sehr nach Kartäusernelken aus, aber sie sind gewaltig zerzaust.

Diese Zerzausung liegt bestimmt an dem rauen Wetter, das hier oben herrscht.

Schliesslich sehe ich noch die zitronengelben Blüten des kleinen Habichtskrautes.

Die Blüten sind hellgelber als die vom Schweizer Löwenzahn und die ganze Pflanze ist deutlich kleiner.

Weiter geht es immer mitten über die Bergwiese.

Dieser Teil der Wanderung ist ein echter Hochgenuss.

Am Wegrand sehe ich sorgfältig nebeneinander gestellte Bündel aus Holzstöcken.

Die Holzbündel werden durch ein Wellblech vor dem Regen geschützt.

Da weiss jemand die Gaben der holzigen Natur wohl zu würdigen.

In der Nähe eines Hofes entdecke ich eine gelb blühende Blume, die mich zuerst an Rainfarn erinnert.

Beim Näherkommen muss ich beim Anblick der Blüte jedoch eher an die Schafgarbe denken.

Die Blätter haben jedoch eine stark rainfarn-ähnliche Form und der Duft der Pflanze erinnert auch an Rainfarn, ist aber um einiges lieblicher.

Zuhause erfahre ich schliesslich, dass es sich um die Schafgarben-Art "Goldgarbe" handelt, die aus dem Kaukasus stammt. In Mitteleuropa findet man sie vorwiegend als Zierpflanze in Gärten, aber sie neigt zum Verwildern, was diese Exemplare hier offenbar getan haben.

Inwieweit die Goldgarbe eine Heilpflanze ist, konnte ich bisher nicht genau in Erfahrung bringen. Ihr Duft deutet aber eindeutig auf eine Heilwirkung hin und ausserdem sollen alle Schafgarben entzündungshemmende Wirkstoffe beinhalten.

Nach einer langen Strecke immer bergab erreiche ich den kleinen Ort Sägendobel.

Sägendobel liegt in einem engen Taleinschnitt an einer Autostrasse.

Ich frage mich, wieviel Sonne hier im Winter scheint. Bestimmt gibt es hier im Winter nur wenige Stunden Sonne, bevor sie hinter den Bergen verschwindet.

Hinter Sägendobel geht es für mich erst wieder ein Stück bergauf und dann immer entlang der geschwungenen Berge, vorbei an einigen Höfen.

Kurz vor St. Peter komme ich zum Campingplatz.

Dieser Campingplatz ist bestimmt ein guter Platz, um einen idyllischen Wanderurlaub zu verbringen.

Von hier aus kann man bestimmt zahllose interessante Wanderungen machen. Die Vorstellung verlockt mich so richtig.

In der Nähe des Campingplatzes steht orangerotes Habichtskraut.

Diese leicht zu erkennende Pflanze sehe ich leider nur selten.

Schliesslich erreiche ich St. Peter.

Sehr markant ist die barocke Kirche von St. Peter, die anders als die meisten anderen Kirchen dieser Gegend mit Zwiebeltürmen geschmückt ist.

Zu Füssen der Kirche finde ich die Bushaltestelle.

Ich habe noch genug Zeit, um mich ein wenig auszuruhen und dann kommt schon der Bus, der mich gemütlich ins Tal bringt.

Auf meiner Heimfahrt freue ich mich über eine gelungene Wanderung.

 

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