Kräuter-Wanderung: 8.9.2007: Kräuter bei der Käfer-Exkursion


Obwohl ich mich mit Käfern überhaupt nicht auskenne, wurde ich freundlicherweise von Insektenforschern zu einer Käfer-Exkursion eingeladen.

Die Käferforscher sind vom Freiburger-Entomologischer-Arbeitskreis (FREAK) und untersuchen, so wie ich es verstanden habe, bei dieser Exkursion die Artenvielfalt der Käfer im Kaiserstuhl.

Ich freue mich über die Einladung, kann ich doch bei dieser Gelegenheit vielleicht ein klein wenig mehr über die Krabbeltiere erfahren, die gerne auf und unter den Pflanzen sitzen, die ich bei meinen Wanderungen fotografiere.

Ausserdem erhoffe ich mir natürlich einige schöne Kaiserstühler Pflanzen. Der Kaiserstuhl ist bei mir in diesem Sommer ja auch etwas zu kurz gekommen.

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Treffpunkt der Exkursion ist der Wanderparkplatz beim Vogelsangpass zwischen Bötzingen und Vogtsburg.

Nachdem ich keuchend dort hochgestrampelt bin, werde ich mit einer grossartigen Aussicht über das Rheintal bei Freiburg belohnt. Bei guter sicht hätte man ein einmaliges Schwarzwaldpanorama vor sich.

Die Käferfreunde sind schon da und bald kann die Suche nach den Käfern losgehen.

Zunächst gehen wir in die Weinberge, um dort in den Lössböschungen nach Käfern Ausschau zu halten.
Während die Käferforscher sorgsam den Löss nach kleinsten Krabbeltieren durchsuchen, entdeckt eine pflanzen- und tierkundige Freundin (nafoku.de) eine Smaragdeidechse, die uns aufmerksam beäugt.

Erst nachdem wir ausgiebig fotografiert haben, verschwindet sie in einem Loch in der Lösswand.

Zu meinem grossen Entzücken finde ich einen blühenden Edelgamander.

Der Edelgamander wächst hier an mehreren Stellen im Kaiserstuhl ist ansonsten aber eher selten.

Noch viel seltener sehe ich ihn blühend. Meistens sind nur die krausrändigen Blätter zu sehen.

Dann wird ein gefährliches Raubtier entdeckt.

Zumindest klingt der Name sehr beeindruckend und gefährlich.

Es handelt sich um einen Ameisenlöwen, in seiner erwachsenen Form auch Ameisenjungfer genannt.

Der Ameisenlöwe ist ein Insekt aus der Ordnung der Netzflügler.

Seine Larven, die eigentlichen Ameisenlöwen, ernähren sich von Ameisen, die sie in selbstgegrabenen Sandkuhlen einfangen.

Die Weintrauben am Weinberg sehen schon ziemlich reif aus, was ich als Laie natürlich gar nicht wirklich einschätzen kann.

Aber ich weiss, dass die Weinlese dieses Jahr besonders früh begonnen hat.

Das liegt wohl an dem besonders warmen Frühling.

An der Lösswand sehe ich ein Zottiges Weidenröschen, dessen schöne grosse Blüten so gar nicht zu dem derben zottigen Namen passen.
Die Blütezeit dieser Kanadischen Goldrute neigt sich schon ihrem Ende zu.

Ihre Spitzen sind schon ein wenig bräunlich.

Diese Waldrebe hat ihre Blühphase schon längst hinter sich gelassen und aus ihren Blüten die typischen langfaserigen Fruchtstände gebildet.

Später werden diese langen Fasern dann ganz wollig, damit die Samen fliegen können.

Hinter den anderen Pflanzen erspähe ich noch einige Reseden.

Im oberen Bereich blühen sie noch und weiter unten sieht man schon die Früchte.

 

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