Kräuter-Wanderung: 13.9.2007:
Weinbergwanderung im Kaiserstuhl


Dieses Jahr sind die Weintrauben besonders früh reif und daher ist die Weinlese schon in vollem Gange.

Die beste Gelegenheit also, eine Wanderung durch die Weinberge zu unternehmen, denn ich liebe es, die reifen Trauben an den Weinreben zu sehen.

Daher habe ich mich mit dem Bus auf den Weg nach Bischoffingen gemacht, um von dort aus über die Weinberge bis nach Breisach zu wandern, wo ich mein Fahrrad geparkt habe.

Ausser Weintrauben freue ich mich natürlich auch auf zahlreiche andere wärmeliebende Pflanzen, die im Kaiserstuhl so reichtlich vorkommen.

Zu den Seiten 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >

Der Bus setzt mich mitten im kleinen Weinort Bischoffingen ab.

Wenn ich mit dem Zug gekommen wäre, wäre ich ein Stück ausserhalb des Ortes gelandet, aber die Wanderung wäre im Grossen und Ganzen sehr ähnlich gewesen.

Gleich am Ortsausgang sehe ich den Inbegriff der Weinlese: Ein Traubentransport, bei dem ein Trecker Anhänger mit riesigen Kübeln voller frisch geernteter Weintrauben.
Schon bald erreiche ich die Weinberge.
Bis zum Horizont erstrecken die Reihen der Weinreben.
Die erste Rebsorte ist der Spätburgunder, eine Rotweinsorte, der hier im Kaiserstuhl eine besonders wichtige Rolle spielt.
Am Rand der Rebreihen blüht der Löwenzahn.

Wenn man seine Blüte genauer betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass der Löwenzahn eine wunderschöne Prachtblume ist. Zudem kann man ihn essen und als Heilpflanze nutzen.

Wie kann nur irgendjemand auf die Idee kommen, dass es sich um ein Unkraut handelt?

Der Fuchsschwanz, eine wilde Amarant-Art wächst auch zwischen den Reben.

Auch der Fuchsschwanz ist ist eine sehr nützliche Pflanze, die man als Wildgemüse nutzen kann.

Mitten unter all den grünen Weinblättern sind die Blätter einer einzelnen Rebe schon dunkelrot gefärbt.

Die roten Weinblätter sind ein beliebtes Mittel gegen Krampfadern.

Über die Reben fällt mein Blick zurück nach Bischoffingen.

Es liegt sehr romantisch zwischen den hügeligen Weinbergen.

Die nächste Rebsorte, die ich sehe, ist eine grüne Traube, aus der Weisswein entsteht.

Doch welche Rebsorte ist das bloss?

Die weissen Rebsorten kann ich kaum auseinanderhalten.

Ob es vielleicht ein Weissburgunder ist?

Der soll ziemlich gelblich sein und ist ausserdem ziemlich häufig hier im Kaiserstuhl.

Eine Gruppe blühender Sonnenblumen schmiegt sich an die Pfähle der Reben.

Die gelben Blütenblätter werden von der Sonne durchleuchtet.

Obwohl der Tag fast winterlich begann, ist es inzwischen sommerlich warm geworden.

Die Sonne brennt heiss auf die reifenden Trauben herunter, die dadurch immer süsser werden. Aber auch auf mich brennt die Sonne, so heiss, dass ich meine Sonnenmilch erneuern muss.

Grossblütige Malven blitzen kräftig aus dem Grün der Vegetation, die zwischen den Rebreihen gedeiht.
Überall sehe ich auch den Ehrenpreis mit seinen kleinen, blauen Blüten.
Erstaunt entdecke ich den Stechapfel.

Boden und Klima sind hier wunderbar für das Gedeihen des Stechapfels geeignet, aber dennoch sehe ich ihn nur selten.

Vermutlich haben die Leute Angst vor dieser verrufenen Giftpflanze und reissen ihn daher aus, sobald sie ihn entdecken.

Sogar eine Ringelblume hat sich in den Weinberg verirrt.

Sie ist bestimmt aus einem Garten entkommen oder wurde vielleicht auch absichtlich angesät.

Aber da sie ganz alleine auftritt, vermute ich eher eine unabsichtliche Ansiedlung.

 

Zu den Seiten 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >


Home Up



Impressum - Datenschutzerklärung