Kräuter-Wanderung: 23.5.2008:
Durch die Ravennaschlucht

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Neben dem Moos wächst auch Wald-Sauerklee.

An der Art der Blüten kann man deutlich erkennen, dass der Sauerklee zwar ganz ähnliche Blätter hat wie Rotklee und Weissklee, aber botanisch gesehen eine völlig andere Pflanze ist.

Allmählich höre ich immer lautere Strassengeräusche und nach kurzer Wegstrecke wird klar, dass ich mich der vielbefahrenen Bundesstrasse nähere.

Ich habe die unterste Kehre der Strassen-Serpentinen erreicht und damit auch schon fast den Boden des Höllentals.

Das ging schneller als ich erwartet hatte.

Ein kleines Stückchen führt mich der Weg noch durch Wiesen mit Blick auf Wälder.

Wenn die Strassengeräusche nicht wären, wäre es hier richtig idyllisch.

Auf einer Wiese sehe ich eine Gruppe mit prachtvollen Pestwurz-Pflanzen.

An diesem Blütenstand kann man so richtig deutlich die vielen Pusteblumen der ehemaligen Blüten erkennen.

Gleich hinter der Pestwurzgruppe führt ein Seitenweg durch eine Unterführung auf die andere Seite der Bundesstrasse.

Die Unterführung ist sehr niedrig und röhrenförmig. Sehr grosse Menschen müssen sich bestimmt bücken, um hier durch zu gehen.

Etwas später sehe ich, dass es weiter hinten auch noch eine grosse Unterführung gibt. Aber eigentlich reicht die kleine Röhre für meinen Bedarf völlig aus.

Auf der anderen Seite der Strasse höre ich es beständig klopfen und frage mich, was das wohl sein mag.

Dann sehe ich es schliesslich: Mehrere Dachdecker hocken auf einem Holzdach und schwingen ihre Hämmer.

Hier entsteht wohl ein neues Schwarzwald-Dach.

Ein paar hundert Meter weiter komme ich zum berühmten Hofgut Sternen.

Dies ist die reinste Touristenzentrale, was man schon deutlich an den Reise-Bussen erkennt, die schon im Vorfeld parken.

Das Hofgut besteht aus Hotel, einem teuren Frittenrestaurant und einem Glasbläser-Laden, wo man sich mit Gläsern und Schwarzwald-Souvenirs eindecken kann.

Hier her kommen Menschen aus der ganzen Welt und schnuppern Schwarzwald-Luft. Die Besucher hier sind sichtbar international.

Hinter dem Hofgut Sternen ist der Einstieg in die Ravenna-Schlucht.

Zuerst kommt man zum berühmten Ravenna-Viadukt, der höchsten Eisenbahnbrücke der Höllentalbahn.

Ich warte extra ab bis ein Zug kommt, damit man ihn auf dem Bild sehen kann.

Dann beschliesse ich, mit Blick auf die hohe Bogenbrücke eine Mittagspause einzulegen.

Mein Mittagspausenplatz wird durch wunderschöne Goldnesseln verschönert.

Nur selten treffe ich solche Prachtexemplare dieser Taubnessel-Art an.

Gegenüber stehen Hain-Sternmieren mit ihren filigranen weissen Blüten.
 

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