Kräuter-Wanderung: 17.6.2008: Uf en Egga

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Schliesslich verabschiede ich mich von Uh en Egga und mache mich auf den Abstieg.

Zunächst geht es ein gutes Stück entlang des Bergkammes, wo ich mir noch mehr interessante Pflanzen erhoffe.

Mein Wunsch wird auch prompt erfüllt und ich sehe ein Gold-Fingerkraut.

Es sieht dem heimischen Frühlings-Fingerkraut durchaus ähnlich, aber es ist grösser und farbkräftiger.

Insofern macht es seinem Namen alle Ehre.

Sogar eine Orchidee sehe ich am Wegrand.

Ich vermute, dass es sich um ein Holunder-Knabenkraut handelt.

Schliesslich stosse ich auf eine ganze Gruppe mit wohlduftenden Lippenblütlern.

Erst nach längeren Bestimmungsrecherchen entscheide ich mich dafür, dass ich es für einen Alpen-Steinquendel halte.

Dazu passt auch der würzige Duft, der an Thymian erinnert.

Der Wundklee wächst hier auch überall sehr üppig.

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem optisch perfekten Exemplar, doch die meisten Wundklee-Pflanzen, die ich sehe, wirken irgendwie zerrupft und ein wenig oll.

Etwas weiter unten finde ich Kreuzblumen.

Bei ihrem Anblick muss ich an meine letzte Schwarzwaldwanderung denken.

Überhaupt ist es hier wieder sehr ähnlich wie im Schwarzwald, obwohl ich heute schon auf deutlich über 1600 Meter Hähe aufgestiegen bin.

Aber man muss die 2000 Meter wohl deutlich überschreiten, um eine deutlich veränderte Pflanzenwelt vorzufinden.

Zwischen den Felsen wächst rosa blühender Mannsschild.

Das ist doch mal eine richtig schön alpine Pflanze.

Die Einzelblüte sieht nicht besonders aus, aber wie der Mannsschild so als Polster zwischen den Steinen wächst, sieht er schon sehr gut aus.

Am Hang steht ein sehr malerischer Baumstumpf.

Er zeigt den Charakter dieses Weges.

Ich befinde mich hier zwischen Wald und Wiese und alles wirkt etwas rauh.

Auf einem lichten Stück, aber dennoch im Waldbereich, entdecke ich schliesslich eine Arnika.

Natürlich staune ich sehr, denn ich erwarte Arnikas eigentlich eher auf der Wiese. Aber die nächste Wiese ist schliesslich nicht weit.

Irgendwie hat sich die Arnika wohl hier auf die Mini-Lichtung verirrt.

Kurze Zeit später komme ich zu einem schmalen Fahrweg, den ich zügig herabeile, um nicht in den drohenden Regen zu kommen.

Ich freue mich schon auf die sonnigeren nächsten Tage, an denen ich zuerst das pflanzenreiche Binntal und einen Tag später den Bergkamm beim Aletschgletscher aufsuchen will.

 

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