Kräuter-Wanderung: 18.6.2008:
Walliser Levkojen im Binntal

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Oben im Fels blüht eine interessant aussehende Pflanze mit kleinen, weissen Blüten.

Da bin ich doch sehr froh über den leistungsstarken Zoom, den meine Kamera mir bietet.

Schon gleich vermute ich eine Steinbrech-Art.

Doch welche der zahlreichen Arten es genau ist, ist mir bis heute nicht klar geworden. Die Steinbreche sehen sich teilweise so ähnlich, dass ich mich lieber nicht festlegen will. Ausserdem könnte es ja sein, das ausgerechnet diese in meinen Bestimmungsbüchern fehlt.

Nach kurzer Zeit komme ich durch einen Tunnel an dessen Ende lauter Steine an Schnüren baumeln.

Was es damit wohl auf sich hat?

Ein Schild in der Nähe besagt: Sternentor.

Es ist also eine Art Kunst oder so.

Später im Binntal erfahre ich, dass zur Zeit hier auf dem Weg der Twingi-Schlucht eine Freiluft-Kunstausstellung stattfindet. Aber das wird mir auch unterwegs schon immer deutlicher.

Der Fluss hat sich ziemlich tief und steil in den Berg hineingegraben.

Beim ersten Blick auf die Karte dachte ich noch, dass man hier ja immer in der Nähe des Baches wandert und daher bequem mal die Wasserflasche auffüllen könnte.

Aber sowohl die dichten Höhenlinien auf der Karte und noch viel mehr die Realität machen deutlich, dass man hier eine Kletterausrüstung braucht, um mal eben Wasser aus dem Fluss zu schöpfen.

Das Bild ist übrigens noch mit Zoom geknipst. In Echt ist der Bach noch viel weiter weg.

Auf der anderen Seite des Weges ragen die Felsen steil in die Höhe.

Sie sind stark geschichtet - es sieht fast aus wie Schiefer.

Hier müssen die Erdkräfte einst stark gewütet haben, um die Gesteinsschichten so sehr aufzurichten.

Am Fuss der schroffen Felsen wächst ganz unschuldig die violette Skabiose.

Sie ist noch feucht vom Morgentau.

In der Nähe wachsen winzig kleine Kugelblumen.

Sie sind viel kleiner als die üblichen Kugelblumen.

Vermutlich handelt es sich um Herzblättrige Kugelblumen.

Auf einem breiteren Stück des Weges liegen lauter Stöcke, fein sortiert nach Art und Bewuchs.

Da das so drollig aussieht, mache ich ein paar Fotos davon.

Erst später wird mir bewusst, dass diese Stöcke wohl Teil der Freilauft-Kunst sein sollen.

Beim Blick nach unten sehe ich ein merkwürdig weiss-braunes Gebilde, das sich quasi auf den Fluss schiebt.

Erst nach mehreren Augenblicken wird mir klar, dass dies ein Schneerest ist.

Unter dem Schnee stürzt sich ein steiles Bergrinnsal in den Fluss.

Und oben ist der Schnee braun gefärbt durch kleine Bruchstücke aus dem Berg.

Weiter unten ist er noch nahezu schneeweiss.

Wielange es hier wohl dauert, bis all der Schnee abgetaut ist?

Am Wegrand wächst die Schwarze Akelei, die aber eigentlich dunkelrot ist.

In den Gärten rundum habe ich diese Besonderheit schon mehrfach gesehen, aber in der Natur ist sie doch eine echte Rarität.

An der Felswand steht etwas, das an einen Fernseher erinnert.

Im Innern sehe ich kleine Aststücke, die wie Baumstümpfe arrangiert sind.

Spätestens jetzt wird mir klar, dass hier Kunst am Werk ist.

 

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