Kräuter-Wanderung: 18.6.2008:
Walliser Levkojen im Binntal

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Ein Blick zurück zeigt mir die schroffen Berghänge, an denen ich entlang gewandert bin.

Hier sieht man auch noch mal die schäumenden Bäche, die durch das Bett des leeren Stausees rauschen.

Schliesslich komme ich zu einem kleinen, lichten Wäldchen.

Wieder hat sich die Umgebung total gewandelt.

Doch der Weg durch den Wald ist nur kurz.

Bald öffnet sich der Blick wieder und rechts von mir ragt eine Kirche empor.

Im Binntal wurde schon relativ früh eine Kirche gebaut.

Denn im Winter war das ganzjährig bewohnte Binntal von der Aussenwelt abgeschnitten und die Bewohner konnten nicht zur Kirche in Ernen gelangen.

Daher durften sie schon bald eine eigene Kirche errichten.

Zumindest habe ich diese Geschichte so gehört.

Und dann sehe ich Binn - in kleines Dorf im lieblichen Binntal.

Genauer gesagt, heisst dieser Hauptort eigentlich Schmidigehischere, denn einen Ortsteil mit dem Namen Binn gibt es gar nicht.

Die gesamte hiesige Gemeinde mit allen Ortsteilen heisst offiziell Binn.

Das hält aber nur wenige davon ab, diesen grössten Ortsteil "Binn" zu nennen.

In der Mitte des Ortes kann man das Flüsschen Binna auf einer malerischen Brücke überqueren.

Auf dieser Brücke ist meistens etwas los, wie auch im gesamten Ort.

Binn wimmelt nur so vor lauter Wanderfreunden.

In dieser abgelegenen Gegend tummeln sich zahlreiche Menschen.

Hier angekommen, fühle ich mich plötzlich etwas orientierungslos.

Vermutlich hatte ich auf so etwas wie einen extra Blüten-Wanderweg gehofft, aber ich finde nichts dergleichen.

Die Wegweiser rundum weisen zu Zielen, die mir völlig unbekannt sind.

Daher gehe ich einfach mal eom Stück weit ins Binntal hinein, auf der kleinen Autostrasse, die glücklicherweise recht ruhig ist.

Ob ich hier irgendwo ankomme, wo es tolle Pflanzen gibt, weiss ich nicht.

Nicht mal ein Schild zu der berühmten Edelstein-Mine finde ich.

Aber schön ist es hier allemal.

Am Strassenrand wächst reichlich Wermut.

Er duftet stark und würzig.

An einer Brücke entschliesse ich mich, umzukehren und am Hang entlang auf einem Wanderweg zurück nach Binn zu gehen.

Vor mir liegt breit und massiv das Breithorn.

Das Breithorn riegelt das Binntal nach Westen ab. Daher muss die Binna um die Ecke fliessen und sich nach Norden in Richtung Rhone wenden.

An diesem Breithorn bin ich vorhin unten entlang gewandert. Aber da ich so weit unten war, konnte ich es gar nicht sehen.

Auf der saftigen Wiese wachsen hübsche, kleine Stiefmütterchen.
Noch einmal blicke ich in die andere Richtung, entlang des Binntals.

Ob ich vielleicht doch hätte weitergehen sollen?

Ich schätze, ich muss hier noch mal hinkommen und dann genug Zeit mitbringen, um das Binntal gründlicher zu erkunden.

Zurück in Binn erfahre ich auch in der Touristeninfo nicht viel Ergiebiges über Wanderungen zu den seltenen Pflanzen hier. Dabei verkünden sie in ihrem Schaufenster extra, dass es hier soviele Pflanzen gibt und dass man in der Touristeninfo mehr erfahren kann.

Immerhin höre ich von besonders schönen Lilien, die auf dem Weg nach Heiligkreuz wachsen sollen.

Ich mache ich mich also auf den Weg in die andere Richtung zum kleinen Ort Heiligkreuz.

 

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