Kräuter-Wanderung: 19.6.2008:
Enzian am Aletschgletscher

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Mit einer kleineren Seilbahn geht es jetzt noch höher hinauf.

Das Ziel ist die Bergstation des Bettmerhorn, denn von dort aus soll man den Aletschgletscher sehen können.

Die Seilbahnfahrt macht eine Menge Freude.

Es schaukelt ein ganz klein wenig und die Aussicht ist einfach phantastisch.

Viel zu schnell sind wir oben angekommen.

Von der Bergstation aus muss man ein Stück weit über ein Schneefeld gehen, um zum Gletscher-Aussichtsplatz zu kommen.

Mir ist ein wenig unheimlich zumute, denn ich bin es nicht gewöhnt, über Schnee zu wandern.

Aber schliesslich geht es ganz einfach, man muss nur ordentlich aufstampfen und langsam gehen, dann kommt man gut voran.

Der Weg über den Schnee hat sich gelohnt, denn der Blick zum Aletschgletscher ist wunderbar.

Er sieht genauso aus wie auf all den Fotos, die ich schon von ihm gesehen habe.

Leider kann man von dieser Stelle aus nicht bis zu Jungfrau, Mönch und Eiger schauen. Vom benachbarten Eggishorn aus kann man diese drei Giganten sehen.

Hinter der Biegung ist der Konkordiaplatz, an dem mehrere Gletscher zusammenfliessen und den Aletschgletscher bilden.

Durch den Zusammenfluss mehrerer Gletscher entstehen auch die dunklen Streifen in der Mitte des Aletschgletschers. Diese Streifen sind sozusagen die Randmoränen der zusammengeflossenen Gletscher.

Obwohl der Aletschgletscher ziemlich schnell fliesst, braucht das Eis von der Gletscherentstehung bis zum Ende des Gletschers etwa 400 Jahre.

Hier ein Blick in Richtung Gletscherabfluss.

Weiter hin wird der Gletscher ganz braun und schliesslich verschwindet er hinter einer Kurve.

Oberhalb des Gletschers sieht man übrigens einen hellen Bereich, der von einer deutlichen Linie beendet wird.

Bis zu der Linie reichte der Aletschgletscher noch im Jahr 1850. Das war am Ende der kleinen Eiszeit, die das Mittelalter und bis zur frühen Neuzeit abkühlte.

Von der Terasse der Bergstation aus kann man in der anderen Richtung über das Wallis hinweg bis zu anderen Viertausendern schauen.

Dahinten sieht man den Dom, das Breithorn, das Weisshorn und zahlreiche andere hohe Gipfel.

Sogar das Matterhon kann man sehen, es schaut aber nur ab und zu mal aus den Wolken heraus.

In einem guten Moment zoome ich ans Matterhorn heran, was die Kamera nur hergibt.

Von hier oben kann man auch sehr gut zur Bettmeralp herunter schauen.

Man sieht auch den See, in dem ich gebadet habe.

Dort will ich jetzt wieder hin und zwar zu Fuss, um unterwegs möglichst viele Pflanzen fotografieren zu können.

Der Weg nach unten führt teilweise über Schneefelder.

Da mir der Schnee, vor allem an tiefen Stellen und in der Schräge, etwas unheimlich ist, klettere ich über die Felsen wo immer das möglich ist.

Fast überall gibt es trockene Felsen zum Klettern. Das ist zwar auch ein wenig mühsam, aber ich fühle mich beim Felsenklettern sicherer als bei der potentiellen Rutschpartie über den Schnee.

Zu meiner grossen Freude gefällt es einigen Pflanzen auch sehr gut zwischen den Felsen.

An den warmen, trockenen Stellen spriessen zahlreiche Frühlings-Kuhschellen.

Auch Gletscher-Fingerkraut finde ich.

Zumindest vermute ich, dass es sich hierbei um Gletscher-Fingerkraut handelt.

Bei diesen ganzen speziellen Alpenpflanzen fällt mir die genaue Bestimmung oft ziemlich schwer.

Schliesslich bin ich mit diesen Gebirgspflanzen nicht vertraut und muss mich an meinen Bestimmungsbüchern orientieren.

 

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