Kräuter-Wanderung: 13.8.2008:
Vom Alfeld-See zum Ballon d'Alsace

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Ein wenig später komme ich zu einer Ruine, die mitten im Wald steht.

Zuerst denke ich an ein altes Gemäuer aus dem Mittelalter.

Doch dann entdecke ich ein Schild, auf dem man ein Haus mit Wellblechdach sehen kann, das an einer nahezu baumlosen Stelle steht. Darüber die Jahreszahl 1926 (zuerst halte ich es sogar für 1986) und der Name "Untere Wasserfall".

Hier wurde also noch vor weniger als hundert Jahren gesiedelt. Und es gab an dieser Stelle keinen Wald, was mich fast noch mehr erstaunt.

Zwischendrin habe ich immer mal wieder einen Blick ins Tal, wenn sich der Wald ein wenig öffnet.

Hier sieht man vorne den Alfeld-See, dahinter den Sewen-See und dann das Doller-Tal, das sich in Richtung Rheinebene schlängelt.

Schliesslich komme ich zu einer Wiesengegend.

Es ist jedoch keine dieser genutzten Almwiesen, sondern eher eine buschige Öffnung im Wald.

Mir gefällt die Abwechslung, denn bisher verlief der Weg ausschliesslich im Wald und das wird wohl auch noch so weitergehen.

Am Wegrand der Wiese wächst ein kleiner Fingerhut.
Nach ein paar Serpentinen-Windungen zwischen Wiese und Wald komme ich zu einer bedeutenden Wanderweg-Kreuzung. Zumindest sieht es auf der Karte so aus.

In der Realität ist es jedoch eine einfache Kreuzung zweier Trampelpfade mit einem Wegweiser.

Auf der Wiese wachsen auch Veilchen.

Sie sehen genauso aus, wie die Veilchen, die ich in den Alpen gesehen habe.

Ob es wohl auch die gleichen sind?

Erstmals kann ich auch den Gipfel des Ballon d'Alsace sehen.

Es ist eine runde Kuppe, wie sich das für einen Berg namens "Ballon" oder "Belchen" gehört.

Der Wegt auf diese sanfte, runde Kuppe führt mich über steile Felsen, sodass ich streckenweise sogar die Hände zu Hilfe nehmen muss, um weiter zu kommen.

Mir gefällt das aber sehr gut; das gibt so ein Wildnis-Gefühl.

Hier wachsen auch jede Menge leckere Blaubeeren.

Sie kommen mir als kleine Stärkung zwischendurch gerade recht.

Für die nachfolgenden Wanderer lasse ich aber noch genügend Beeren an den Büschen, damit die sich auch stärken können.

Ausser Blaubeeren ist hier noch alles voll mit Heidekraut.

Es wächst in üppigen Polstern auf den Felsen.

Das sieht wunderschön urwüchsig aus, viel schöner als auf einem kleinen Foto darstellbar.

 

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