Kräuter-Wanderung: 20.9.2008:
Vom Liliental zum Totenkopf-Gipfel

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Dann komme ich an besonders fleissigen Mitarbeitern des Lilientals vorbei.

Die Schafe kümmern sich darum, dass das Gras regelmässig gekürzt wird, damit Pflanzen wie die Orchideen weiterhin gedeihen können.

Ohne die eifrige Graspflege der Schafe würde das Liliental in wenigen Jahren verbuschen und später zum undurchdringlichen Urwald werden. Das gilt übrigens für fast ganz Mitteleuropa.

Ein Stück weiter steht ein Insektenhotel.

Es sieht noch ganz neu aus, als hätten die Insekten bisher noch nicht Einzug gehalten.

In den ganzen Ritzen und Löchern sollen sich Insekten ansiedeln, denn auch Insekten werden für das Gedeihen des Lilientals gebraucht.

Auf dem Boden erblicke ich haselnussähnliche Früchte, die in merkwürdig gewundenen Hüllen stecken.

Glücklicherweise ist der zugehörige Baum beschildert, so erfahre ich, dass es sich um eine Baumhaselnuss handelt.

Der Namenszusatz "Baum" trifft durchaus zu, denn der Baum ist richtig gross, ganz anders als bei den hiesigen Haselnüssen, die eher Sträucher sind.

Auf der Wiese steht eine Gruppe Mieren.

Doch zu welcher Art gehören diese Mieren?

Sind es etwa Dreckmieren? Ihre weissen Blütenblätter sehen nämlich ziemlich verdreckt aus. Der Dreck stammt aber offensichtlich von den eigenen Blütenpollen.

Die dunklen Eiben tragen ihre roten Beeren.

Anders als der ganze giftige Rest der Pflanze, ist der rote Mantel der Frucht ungiftig, man könnte sie also theoretisch essen.

Ich habe mich jedoch noch nie getraut, solch eine Eibenfrucht zu probieren.

Schliesslich ist die restliche Eibe ganz besonders giftig.

In der Nähe des Lilienhofes steht ein Pimpernuss-Baum.

Die Pimpernuss kommt aus dem Kaukasus.

Ihre nussähnlichen Samen stecken in lustigen Blasenfrüchten.

Die Samen kann man angeblich essen. Ihnen wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Nebendran steht auch ein Mispel-Baum.

Die Früchte kann man nach Frosteinwirkung und längerer Lagerung essen. Vorher schmecken sie zusammenziehend und nicht besonders wohlschmeckend.

Besonders lecker sind die Mispelfrüchte als Marmelade oder Gelee.

Schliesslich komme ich zurück zum Lilienhof, wo ich meine Wanderung begann.

Mein Fahrrad hat tapfer auf mich gewartet und bringt mich jetzt zügig nach Hause.

Auf dieser Wanderung habe ich viele Früchte zu sehen bekommen, auch einige Raritäten waren dabei, die man woanders kaum zu Gesicht bekommt.

Das Liliental ist immer wieder einen Besuch wert.

 

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