Kräuter-Wanderung: 28.10.2009:
Herbstblüten im Kaiserstuhl


Nach einer herbstlichen Kälteperiode ist es noch einmal richtig schön geworden. Höchste Zeit noch mal eine grössere Wanderung zu unternehmen.

Für dieses Jahr habe ich mir noch eine Tour auf dem Kamm des Kaiserstuhls vorgenommen. Dieser Kamm verläuft wie ein Hufeisen von Westen nach Osten und dann wieder nach Westen. Dabei werden die drei höchsten Berge des Kaiserstuhls überquert und zahlreiche andere Gipfel, die eher unbekannt sind.

Man könnte meinen, dass man auf dem riesigen Kraterrand des Kaiserstuhls entlang wandert. Doch auch wenn es so aussieht, ist das Innere des Kaiserstuhls kein zusammenhängender Krater.

Zur Augenweide wird die Wanderung durch immer wieder unterschiedliche Ausblicke auf das liebliche Innere des Kaiserstuhls und nach aussen über die Rheinebe bis zu Schwarzwald und Vogesen.

Natürlich erhoffe ich mir auch noch schöne Pflanzen auf dieser Wanderung und bin schon gespannt, welche Pflanzen bis jetzt noch durchgehalten haben.

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Am Anfang der Wanderung ist die Luft noch voller kühlem Morgendunst, auf den Gräsern perlt noch der Tau.

Da es jetzt schon so früh dunkel wird und die Wanderung sehr weit ist (über 26 km), muss ich aber schon so früh los, damit mich die Dunkelheit am Abend nicht zu früh erwischt.

Die Tour beginnt in Oberrotweil am Bahnhof, wo ich mit dem Bus hingefahren bin. Von dort aus geht es ein Stückchen durch den Ort bis zum Aufstieg zur Mondhalde.

Am Fuss der Mondhalde werde ich von prächtig leuchtenden Herbstbäumen begrüsst.

Die Kraft der Gelbtöne in der Morgensonne ist kaum zu fassen.

Der Aufstieg in den Berg liegt noch im Schatten.

Dennoch wird mir schnell warm, denn es geht kräftig bergauf.

Jetzt habe ich erst einmal einen längeren Aufstieg vor mir. In Serpentinen geht es hoch auf den Kaiserstuhl-Kamm.

Das kanadische Berufkraut am Wegrand ist schon verblüht.

Es sieht so richtig buschig aus, passend zu seinem anderen Namen: Katzenschweif.

Der aufrechte Ziest hat sich jedoch noch gut gehalten, trotz Herbstkühle.

Diese Robustheit scheint eine typische Eigenschaft vom aufrechten Ziest zu sein, denn ich habe ich auch schon Ende November am Kaiserstuhl gesehen, als der Herbst besonder mild war.

Siehe: Kräuter-Wanderung: 27.11.2006: Blütenpracht im Winter

Die Blätter der Weinreben sind noch grün, aber an einigen Stellen werden sie schon bräunlich.
Nachdem ich einige Kehren der Serpentinen erklommen habe, liegt Oberrotweil schon deutlich unter mir.
Bald komme ich zu einem Brunnen, denn ich noch von früheren Wanderungen in Erinnerung habe.

Diesmal gibt es zu meinem Bedauern kein Wasser.

Wie gut, dass ich so viel Wasser dabei habe. Auf dem Kaiserstuhl-Kamm gibt es nämlich weit und breit keine Wasserstelle und an sonnigen Tagen kann es sehr heiss werden.

Dann sehe ich eine Gruppe schöner Flockenblumen an einer Böschung wachsen.

Ansonsten hat sich das üppige Blütenleben von diesem Berghang schon ziemlich zurückgezogen, scheint mir.

Eine Treppe führt mich schliesslich in den Himmel.

 

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