Kräuter-Wanderung: 6.4.2012:
Pflanzenvielfalt auf Gomera

Seite 4


< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >

Kanaren-Beifuss Der Kanaren-Beifuß steht eher unbeachtet am Wegrand, doch er verströmt ein ganz typisches würzig-herbes Aroma.

Dieser Beifuß-Art sieht man seine Verwandschaft zum Wermut eher an, als die zum mitteleuropäischen Beifuß.

Sie gehören alle zur gleichen Gattung, so wie zahlreiche Beifuß-Arten auf der ganzen Welt.

Hier ist vielleicht eine geeignete Stelle, um ein paar Worte über das Thema endemische Pflanzenarten zu verlieren.

Auf den Kanaren gibt es jede Menge endemische Pflanzen, das heißt, diese Pflanzenarten kommen nur hier vor. Einige dieser Pflanzen kommen sogar nur auf einer einzelnen Insel vor und manchmal ist ihr Vorkommen auf einen ganz bestimmten Platz beschränkt.

Endemiten entstehen, wenn sie in einem abgegrenzten Gebiet ganz spezielle Lebensbedingungen vorfinden. Sie passen sich im Laufe von Jahrtausenden an die besonderen Lebensbedingungen an und können sich aufgrund der Abgrenzung nicht mit nahe verwandten Pflanzen benachbarter Gegenden kreuzen. So entstehen im Laufe der Zeit eigene Arten.

Auf Inseln gibt es besonders häufig endemische Arten, weil die Pflanzen keinen Kontakt zu Verwandten auf dem Festland haben. Aber auch Klima-Inseln können die Enstehung von Endemiten fördern, wie beispielsweise hohe Berge (z.B. Teide auf Teneriffa oder Alpen), besonders milde Bedingungen (z.B. Kaiserstuhl in Deutschland), besonders harte Bedingungen (z.B. einige Schluchten der Kanaren). Das Gleiche gilt natürlich auch für Tiere.

Die Aussicht über das Tal wird immer schöner, je weiter ich nach oben komme.
Bar-Viscaina Schließlich komme ich zur Bar Viscaina, der einzigen Bar auf dieser Seite des oberen Valle Gran Reys.

Hier bestelle ich mir einen Tee, den ich auf der kleinen Aussichtsterasse genieße.

Eigentlich wollte ich an diesem Tag nur etwa bis zu der Kirche gehen, um Pflanzen zu fotografieren, denn der Tag sollte ein Ruhetag werden, doch der schöne Weg hat mich bis hierher gelockt.

Für heute kehre ich um, doch ich würde gerne auch die Pflanzen in größerer Höhe ausgiebig fotografieren - vielleicht morgen.

Ringelblume Auf dem Rückweg sehe ich am Wegrand die wilde Ringelblume, die ich auch aus dem Kaiserstuhl kenne.

In Deutschland ist diese kleine Blume eine echte Rarität, aber hier kommt sie sehr häufig vor, vor allem weiter oben.

Aus dieser wilden Ringeblume wurde einstmals die heilkräftige Garten-Ringelblume gezüchtet, die wir als wichtige Heilpflanze kennen.

Erdrauch Neben der Ringelblume wächst auch der Erdrauch, mit seinen drolligen, luftigen Blüten.

Für mich sieht er aus wie der mitteleuropäische Erdrauch, aber laut Bestimmungsbuch handelt es sich um eine spezielle kanarische Art, den Berg-Erdrauch, der ein Endemit der Kanaren, Madeira und der Kap Verden ist.

Harzklee In der gleichen Ecke sehe ich auch den Harzklee, der mir hier schon auf mehreren Wanderungen begegnet ist.
Franzosenkraut Ob dieser zerrupft wirkende Korbblütler wohl ein Franzosenkraut ist?

Im kanarischen Bestimmungsbuch habe ich es nicht gefunden, aber dort stehen auch nur besondere kanarische Arten.

Das Franzosenkraut macht sich jedoch breit, wo es gerade Lust hat. Ursprünglich kommt es aus Südamerika, hat mit Franzosen also kaum etwas zu tun. Offiziell wird es auch Knopfkraut genannt.

Blaugruener-Tabak Auch der blaugrüne Tabak kommt ursprünglich aus Südamerika.

Er wächst hier vor allem in den unteren Bereichen, wo es warm und trocken ist.

Anscheinend liebt er auch sogenannte Ruderal-Stellen, wo die Erde aufgerissen und andere Pflanzen vertrieben wurden. Daher findet man ihn auch an Baustellen oder staubigen Wegrändern.

Kantensame Jetzt machen wir einen Sprung bis zum nächsten Tag.

Die Pflanzen der Höhe haben mir keine Ruhe gelassen. Daher bin ich wieder gekommen, bis zur Bar Viscaina recht zügig und ohne viele Fotos zu machen.

Von Viscaina aus geht es auf dem angeblich bequemsten Weg den Barranco hinauf bis nach El Cercado in etwa 1.000 Meter Höhe. Diesen Weg haben früher auch schon die Bauern genutzt, um ins Nachbardorf zu gelangen.

Auf dem Bild sieht man eine Pflanze namens Kantensame. Sie erinnert mich an den Rainfarn miit seinen gelben, knopfartigen Blüten.

Obstbaumbluete Hier sieht man eine schöne Obstbaumblüte, von der ich nicht weiß, zu welcher Frucht sie einmal heranreifen wird.
 

< < Zurück 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >


Home Up


































































Impressum - Datenschutzerklärung