Kräuter-Wanderung: 12.10.2012: Pilzwanderungen im Belchengebiet

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Kühe Nachdem wir am zweiten Tag wegen nur kurzer Regenpause den Belchen noch einmal auf der unbefahrenen Straße bestiegen haben, können wir am dritten Tag eine etwas größere Wanderung in Angriff nehmen. Es geht in Richtung Rollspitz, auf lauter breiten Frostwegen, weil die schmalen Wanderwege durch den vielen Regen in Bäche verwandelt wurden.

Kurz nach dem Start kommen wir an einigen Kühen vorbei.

Eine der Kühe hat ein Kälbchen an ihrer Seite.

Kälbchen Das Kälbchen darf sogar bei seiner Mutter trinken - eine Idylle, die man wohl nur noch selten sieht.
Schwarzwaldhaus Nach einer Weile kommen wir an einem sehr malerischen Schwarzwaldhaus vorbei, mit einem bunten Bauerngarten davor.

So stellt man sich den Schwarzwald vor.

Pferde Auf einer Wiese weiden Pferde.
Flaschenstäubling

Flaschenstäubling - Flaschenbovist

Jung essbar

Bald wird der Weg waldiger und wir sehen wieder zahlreiche Pilze.

Hier sieht man einen Flaschenstäubling, der zu den Bovisten gehört.

Solange er jung ist, kann man ihn essen, sogar im rohen Zustand. Am besten schmeckt er, wenn man ihn kurz in Butter anbrät, beim Kochen wird er hingegen zäh.

Wenn der Flaschenstäubling älter wird, verwandelt sich das Innere in dunklen Staub und der Pilz stäubt, wenn man ihn zerdrückt.

Samtfußrübling

Samtfußrübling

Essbar

Der Samtfußrübling ist ein beliebter Speisepilz, der in Japan auch häufig angebaut wird. Am besten isst man nur die Hüte dieses Pilzes und nicht die Stiele.

Weil der Samtfußrübling auch im kalten Winter noch gedeiht, wird er auch als Winterpilz bezeichnet.

Allerdings bin ich mir hier mit der Bestimmung nicht sicher.

Stockschwämmchen

Stockschwämmchen

Essbar

Die Pilze auf diesem Bild sind vermutlich Stockschwämmchen und somit beliebte Speisepilze.

Aber es könnte sich eventuell auch um den stark giftigen Gifthäubling handeln, der aber meistens deutlich dunkler ist als das Stockschwämmchen. Man sollte die Stockschwämmchen jedoch gut kennenlernen, bevor man sie verspeist.

Pinselschüppling

Pinselschüppling

Ungenießbar

Möglicherweise handelt es sich bei diesen Pilzen um Pinselschüpplinge.

Auch wenn diese Pilze für Menschen ungenießbar sind, scheinen sie den Tieren zu schmecken, denn sie sind alle deutlich angeknabbert.

Rollspitz Nach einer Weile erreichen wir eine kleine, aber feine Hütte: die Rollspitzhütte, die von Privatleuten gebaut wurde und gepflegt wird.

Bei guter Sicht hat man von hier aus bestimmt einen herrlichen Ausblick, aber heute sieht man nur Wolken von innen.

Nicht weit von hier ist der Gipfel des Rollspitz-Berges.

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Giftig

In der Nähe des Gipfels sehen wir eine Gruppe von Fliegenpilzen, die sehr schön die Entwicklung der Pilze zeigen.

Kaum aus dem Boden gesprossen, ist der Fliegenpilz noch fast ganz weiß. Die späteren Flecken stellen eine Art Außenhülle dar.

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Giftig

Beim etwas größeren Fliegenpilz teilt sich diese weiße Schutzhaut und der rote Pilz kommt zum Vorschein.

Noch ist er klein und kugelrund.

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Giftig

Bald wird er größer, die rote Farbe kräftiger und man kann ihn eindeutig als Fliegenpilz identifizieren.

Klebriger Hörnling

Klebriger Hörnling

Ungiftig

Sehr lustig sieht der Klebrige Hörnling aus mit seinen drolligen, gelben Ärmchen.

Dieser Pilz wächst auf umgefallenen Bäumen oder toten Ästen. Er gilt als ungiftig, wird aber normalerweise nicht gegessen.

Stockschwämmchen

Stockschwämmchen

Essbar

Hier noch ein paar Stockschwämmchen: nette, kleine Exemplare, die aus dem Moos lugen.

Fichten-Reizker

Fichten-Reizker

Essbar, aber bitter

Hier sieht man wahrscheinlich noch einmal einen Fichten-Reizker, wenn auch ein betagtes Exemplar. Reizker verfärben sich im Alter oder bei Kälte grün. So einen Pilz würde ich nicht mehr gerne essen, und ich denke, damit stehe ich nicht alleine da.

Kammkoralle

Kammkoralle

Ungenießbar

Aus dem Laub wuchert ein weißlicher Pilz ohne Hut, dessen Name "Kammkoralle" die Form recht schön beschreibt.

Steinpilz

Steinpilz

Essbar

Auf einem Waldspielplatz stoßen wir auf wunderschöne Steinpilze. Erst sehen wir nur einen jungen, dessen Hut feucht glänzt.

Steinpilz

Steinpilz

Essbar

Doch dann sehen wir immer mehr Steinpilze, zum Beispiel dieses Prachtexemplar mit dem superdicken Stiel.

Steinpilz

Steinpilz

Essbar

Und hier noch so ein Bilderbuch-Exemplar.

Es fällt schwer, diese leckeren Pilze nicht zu ernten, aber da wir im Hotel bestens bekocht werden, können wir zur Zeit mit Pilzen gar nichts anfangen.

Pantherpilz

Pantherpilz

Sehr giftig

Eher unauffällig schmiegt sich dieser bräunliche, gefleckte Pilz an eine Baumwurzel.

Wahrscheinlich ist das ein Pantherpilz, eine besonders giftige Pilzart. Es könnte aber auch ein Grauer Wulstling (auch giftig) oder ein stark verblasster Fliegenpilz sein, was ich aber beides nicht so ganz glaube. Ein essbarer Perlpilz ist es wahrscheinlich nicht, denn ein Perlpilz hätte sich an den gerissenen Stellen rot verfärbt.

Schopftintling

Schopftintling

Jung essbar

Dann kommen wir zu einer Gruppe von Schopftintlingen. Diese drolligen, schmalen Pilze verfärben sich im Alter von unten her schwarz bis sie schließlich schwarz zerlaufen.

Schopftintling

Schopftintling

Jung essbar

Sobald die Schopftintlinge anfangen, sich zu verfärben, kann man sie nicht mehr essen.

Schopftintling

Schopftintling

Jung essbar

Aber wenn sie noch ganz weiß und jung sind, dann sind sie ein durchaus delikater Speisepilz.

Man sollte sie jedoch nicht zusammen mit Alkohol konsumieren.

Beutelstäubling

Beutelstäubling

Jung essbar

Gegen Ende der Wanderung sehen wir noch zwei lustige Beutelstäublinge. Sie sind bräunlicher als andere Stäublinge, die volkstümlich auch zu den Bovisten gezählt werden, was botanisch aber inzwischen als falsch gilt, wegen ihrer Stiele.

Auch diese Stäubling-Art kann man essen, solange sie innen weiß sind. Dann kann man sie am besten panieren und braten.

 

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