15.6.2014: Kräuter auf dem Jakobsweg

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Eunate Später erreiche ich auf einem kleinen Umweg das Kirchlein Eunate.

Diese alte Kirche ist ein wunderschöner Kraftplatz ohne den in Spanien üblichen goldenen Pomp.

Es macht Freude, darin eine Weile zu sitzen und die Ruhe zu genießen.

Spritzgurke An einer Mauer sehe ich eine wuchernde Pflanze, die mich an Kürbis erinnert.

Es ist eine Spritzgurke, eine Pflanze, die giftig ist und hautreizend wirken kann. Reife Früchte explodieren und schleudern ihren Inhalt samt Samen bis zu 12 Meter weit.

Weg Der Weg führt malerisch durch grüne Getreidefelder mit zahlreichen Blütenpflanzen am Wegrand.
Bilsenkraut Dann entdecke ich ein Bilsenkraut und meine Freude ist groß.

Ein schönes Bild von einem blühenden schwarzen Bilsenkraut fehlt mir nämlich noch in meiner Sammlung.

Hundszunge Ganz in der Nähe wachsen auch Hundszungen. Nein, keine hechelnden Hunde mit langen Zungen, sondern eine Pflanze, die sich Hundszunge nennt. Sie erinnert ein wenig an das Lungenkraut, mit dem sie auch verwandt ist.
Oliven-Blüte Die Olivenbäume am Wegrand stehen in voller Blüte.

Daran merkt man deutlich, dass man sich in einem südlichen Land befindet.

Zistrose Auch die rosa blühenden Zistrosen sind typisch für südliche Länder.

Ich bin immerzu versucht, von Mittelmeer-Pflanzen zu schreiben, aber hier auf dem Jakobsweg bin ich nicht in der Nähe des Mittelmeers, sondern eher nahe des Atlantiks, aber Spanien gehört natürlich zu den Mittelmeerländern.

Weg Der Weg führt geschwungen um Hügel herum weiter durch die schöne Landschaft.
Mariendistel Bald sehe ich die ersten Mariendisteln.

Jahrelang habe ich nach echten Mariendisteln gesucht und hier in Spanien treffe ich sie in Hülle und Fülle. Es scheint hier eine verbreitete Pflanze zu sein.

Siegwurz Auch an lilienähnlichen Schönheiten komme ich vorbei.

Es handelt sich um eine Siegwurz, das ist die Urform von Gladiolen.

Artischocke Hier und da sieht man Distelpflanzen, die stark an Artischocken erinnern.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um verwilderte Artischocken handelt.

Schierling Immer wieder sehe ich prachtvolle, mannshohe weiße Doldenblütler, die ja bekanntermaßen schwer zu identifizieren sind.
Schierling Aber bei diesen Doldenblütlern sieht man deutlich die Flecken am Stamm.

Daraus schließe ich, dass es sich um den gefleckten Schierling handelt.

Da gehe ich also an tödlich giftigen Pflanzen vorbei, die harmlos und schön aussehen. Tückisch!

Rioja Kurz vor Logrono erreiche ich die Region Rioja, das ist die Gegend, wo die tollen Rotweine herkommen.

Die Weinstöcke wachsen hier sehr niedrig am Boden. Ich frage mich, ob die von lauter Kleinwüchsigen geerntet werden, von Erntemaschinen, oder ob sich die Ernte-Leute den Rück krum buckeln müssen, um die Trauben so weit unten abzuernten.

Bei neueren Weinbergen sieht man aber auch Weinreben, die an Gestellen hochranken, so wie bei uns am Kaiserstuhl.

Thymian Neben dem Wanderweg wächst und blüht der Thymian, dass es eine Wonne ist.

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