Yams-Creme


  

Mythos der Brustvergrösserung

Yams-Wurzel als Creme auf die Brust aufgetragen, steht in dem Ruf, die Brust zu vergrössern und zu straffen. Solche Yams-Cremes sind vor allem im englischsprachigen Raum äusserst beliebt.

Eine deutlich messbare Vergrösserung kommt aber wohl eher von dem synthetischen Progesteron (Gestagen), das vielen kommerziellen Yams-Cremes beigemischt ist.

Von der hier beschriebenen Yams-Creme, die mit natürlichem Yams hergestellt wird, sollte man sich keine Vergrösserungswunder erwarten, aber eine gewisse Straffung und zusätzliche Fülle der Brust kann man sich bei regelmässiger Anwendung durchaus erhoffen.

Gegen PMS und Wechseljahrsbeschwerden

Die Einreibung der Yams-Creme auf die Brüste und andere weichhäutige Körperstellen, wie Pulsbereich, Ellenbeugen, Achseln, Kniekehlen usw. kann auch eine milde Wirkung gegen Störungen durch Progesteron-Mangel haben.

Solche Störungen äussern sich als Prämenstruelles Syndrom mit schlechter Laune, Migräne usw. und auch als Wechseljahrsbeschwerden in den ersten Jahren der Wechseljahre, also beispielsweise Hitzewallungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen.

Anwendung

Bei der Anwendung auf der Haut müssen die hormonähnlichen Substanzen der Yams-Wurzel nicht erst den Verdauungstrakt passieren, wo sie teilweise schon durch die Verdauungsäfte zerstört werden, sondern gelangen über die Haut direkt ins Blut.

Am besten wendet man die Yams-Creme immer nur in der zweiten Zyklushälfte an und pausiert dann in der Zeit der Periode und in der ersten Zyklushälfte. Ausserdem ist es ratsam, die eingeriebenen Hautstellen immer mal wieder zu wechseln.




Zutaten

Chinesische Yams-Wurzel

Als Yams-Wurzel habe ich in einem Asia-Laden eine frische chinesische Yams-Wurzel gekauft.

Diese frischen Yams-Wurzeln sind recht preiswert.

Wurzeln der wilden Yams bekommt man in Deutschland nur äusserst schwierig, in den von mir getesteten Apotheken konnt man sie beispielsweise nicht bestellen.

Die Wirkung der chinesischen Yams-Wurzel soll der der wilden Yams in etwa entsprechen. Beide enthalten den hormonähnlichen Stoff Diosgenin.

Yams-Ölauszug

Den Ölauszug habe ich mit der heissen Ölauszug-Methode gemacht, weil die Wurzeln frisch, feucht und schleimig waren.

Bei einem kalten Ölauszug hätte ich ein Schlechtwerden befürchtet.

Yams-Tinktur

Die Yams-Tinktur habe ich angesetzt wie andere Tinkturen auch.

Das Besondere an dieser Tinktur ist die Tatsache, dass sie rosa geworden ist.

Normalerweise werden die meisten Tinkturen dunkelbraun, aber diese hier wurde schon nach kurzer Zeit leuchtend rosa.

Wollwachsalkohole

Als Emulgator habe ich für diese Creme Wollwachsalkohole verwendet, weil dadurch eine sehr angenehme, weiche Creme entsteht.

Wenn man keine Wollwachsalkohole hat oder sie nicht verwenden will, kann man stattdessen auch 15 gr Lanolin verwenden. In diesem Fall braucht man wohl ein bis zwei Gramm mehr Bienenwachs, also insgesamt 3 bis 4 Gramm Bienenwachs, um die Creme fest genug zu machen.

Konsistenzgeber

Das Bienenwachs dient vor allem dazu, der Creme die nötige Festigkeit zu geben.

Die Sheabutter macht die Creme weich und geschmeidig, gibt aber auch ein wenig Festigkeit. Falls man keine Sheabutter hat, kann man sie durch 1 Gramm Bienenwachs ersetzen, aber dann wird die Creme etwas weniger geschmeidig.

Ätherisches Öl Ylang Ylang

Das ätherische Öl Ylang Ylang habe ich ausgewählt, weil es ähnlich exotisch ist wie die Yams-Wurzel.

Seinem Duft wird auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt, was gut zur Anwendung der Creme im Bereich der Brust passt.

Man kann jedoch auch ein anderes ätherisches Öl seiner Wahl verwenden.

Anleitung

  1. Vermisch Öl, Konsistenzgeber und Emulgator in einem Glas zur Fettphase.
  2. Giess die Tinktur in ein anderes Glas als Wasserphase.
  3. Stell beide Gläser in ein heisses Wasserbad.
  4. Erhitze beide Gläser, bis die festen Bestandteile der Fettphase geschmolzen sind.
  5. Giess dann die Wasserphase nach und nach unter ständigem Rühren in die Fettphase.
  6. Rühren, rühren, rühren, vor allem auch, wenn die Creme puddingartige Konsistenz annimmt.
  7. Du kannst wahlweise mit der Hand oder mit einem Mixer rühren. Bei Verwendung des Mixers kannst du die warme Creme beim Rühren in ein kaltes Wasserbad stellen, dann geht das Abkühlen schneller.
  8. Rühr bis die Creme auf Handwärme abgekühlt ist.
  9. Dann wird es Zeit für die ätherischen Öle und das eventuelle Konservierungsmittel.
  10. Tropf die ätherischen Öle und das eventuelle Konservierungsmittel unter ständigem Rühren in die Creme.
  11. Füll die Creme in Salbentiegel.
  12. Verschliess die Salbentiegel und beschrifte sie mit Inhalt und Datum.
  13. Wenn du die Creme im Kühlschrank aufbewahrst, hält sie sich länger als ungekühlt.


Anleitung mit Fotos


Stell die Zutaten bereit.

Vermisch Öl, Konsistenzgeber und Emulgator in einem Glas zur Fettphase.

Giess die Tinktur in ein anderes Glas als Wasserphase.

Stell beide Gläser in ein heisses Wasserbad.


Erhitze beide Gläser, bis die festen Bestandteile der Fettphase geschmolzen sind.

Giess dann die Wasserphase nach und nach unter ständigem Rühren in die Fettphase.

Rühren, rühren, rühren, vor allem auch, wenn die Creme puddingartige Konsistenz annimmt.

Du kannst wahlweise mit der Hand oder mit einem Mixer rühren. Bei Verwendung des Mixers kannst du die warme Creme beim Rühren in ein kaltes Wasserbad stellen, dann geht das Abkühlen schneller.


Rühr bis die Creme auf Handwärme abgekühlt ist.

Dann wird es Zeit für die ätherischen Öle und das eventuelle Konservierungsmittel.

Tropf die ätherischen Öle und das eventuelle Konservierungsmittel unter ständigem Rühren in die Creme.


Füll die Creme in Salbentiegel.

Verschliess die Salbentiegel und beschrifte sie mit Inhalt und Datum.

Wenn du die Creme im Kühlschrank aufbewahrst, hält sie sich länger als ungekühlt.


Siehe auch:

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