Video: Heilpflanze: Schöllkraut


  

Heilpflanze: Schöllkraut In diesem Video stelle ich die Heilpflanze Schöllkraut vor.

Dauer: 5:14


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Ein Video über die Heilpflanze Schöllkraut.

Das Schöllkraut liebt die Nähe von Häusern und wächst gerne unauffällig an Mauern. Dort wird es von den meisten für Unkraut gehalten.

Nur sein gelber Saft macht es zu einer besonderen Erscheinung; der kommt aber nur beim Abbrechen der Stengel zum Vorschein.

Schon von alters her ist es eine beliebte starke Heilpflanze für Leber und Galle.

Die Heilkräfte des Schöllkrauts sind aber so stark, dass es sogar leicht giftig ist. Daher ist das Schöllkraut mit Vorsicht zu genießen.



Text im Video (Transscript)

Das Schöllkraut

Das Schöllkraut liebt die Nähe von Häusern und wächst gerne unauffällig an Mauern.
Dort wird es von den meisten für Unkraut gehalten.

Nur sein gelber Saft macht es zu einer besonderen Erscheinung;
der kommt aber nur beim Abbrechen der Stengel zum Vorschein.

Schon von alters her ist es eine beliebte starke Heilpflanze für Leber und Galle.

Das Schöllkraut ist zwei- oder mehrjährig.
Es wird etwa einen halben Meter hoch.
Weil sich der Stengel mehrfach verzweigt, entsteht eine buschige Pflanze.
Die Blätter sind weich, hellgrün und gelappt wie Eichenblätter.
Ab April blüht das Schöllkraut.
Es hat zahlreiche gelbe Blüten mit jeweils vier Blütenblättern.
Aus den Blüten entwickeln sich längliche Schoten, die kleine schwarze Samen enthalten.

Die gesamte Blühzeit geht etwa von April bis September.

Das Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse und ist daher verwandt
mit dem Klatschmohn und dem Schlafmohn, auch wenn es ganz anders aussieht.
Die Wirkstoffe im Schöllkraut sind jedoch teilweise ähnlich wie die Wirkstoffe des Schlafmohns.
Daher wirkt das Schöllkraut beruhigend und krampflösend, ist aber mit Vorsicht zu genießen.

Das Schöllkraut ist in fast ganz Europa und in gemäßigten Klimazonen Asiens verbreitet.
In Nordamerika wurde es eingeschleppt.

Das Schöllkraut bevorzugt stickstoffreiche Böden.
Daher findet man es meistens in der Nähe von menschlichen Behausungen,
oder wo Menschen früher gelebt haben.
Es mag sonnige Standorte oder Halbschatten.
Man findet das Schöllkraut
An Häusern
Neben Mauern
An Ruinen
Auf Schuttplätzen und
An Wegrändern

Obwohl das Schöllkraut ziemlich unauffällig ist, hat es starke Heilkräfte,
so stark, dass man es als leicht giftig bezeichnen kann.
Daher sollte man das Schöllkraut nicht in zu hoher Dosis anwenden.
Die Giftwirkung des Schöllkrautes ist jedoch umstritten.
Manche raten vor jeglicher innerlicher Anwendung ab,
andere empfehlen sogar hohe Dosen als gut verträglich.
Die Wurzel und der Pflanzensaft sind besonders reich an stark wirkenden Alkaloiden.
Daher verzichtet man besser auf ihre innerliche Anwendung.
Die Blätter wirken weniger intensiv, vor allem getrocknet.
So kann man sie in Teemischungen weitgehend ungefährdet einsetzen.
Äußerlich wirkt das Schöllkraut hautreizend und bei manchen Menschen allergieauslösend.
Fazit: Am besten setzt man das Schöllkraut nur vorsichtig und in kleinen Mengen ein.

Dann kann das Schöllkraut aber durchaus eine wertvolle Heilpflanze sein.

Das Schöllkraut wirkt nämlich:
Antibakteriell
Krampflösend
Beruhigend
Fungizid
Hautreizend
Schweißtreibend
Schmerzstillend
Zellwachstumshemmend

Die wichtigsten Anwendungsgebiete des Schöllkrautes sind:
Warzen
Leberschwäche
Rheuma
Gicht
Allergien
Arteriosklerose
Krampfhusten
Ekzeme

Man kann das Schöllkraut während der gesamten Blütezeit sammeln,
also etwa von April bis September.

Die Anwendung gegen Warzen erfolgt auf besondere Weise und klappt nur,
wenn man frisches Schöllkraut regelmäßig zur Hand hat.

Wenn man zum Schöllkraut kommt, bricht man ein Blatt ab.
Nun tritt der kräftig gelbe Pflanzensaft aus.
Diesen Pflanzensaft tupft man auf die Warze.
Er wirkt ganz leicht ätzend und bekämpft die Viren der Warze.
Das Betupfen wiederholt man über einen längeren Zeitraum am besten täglich.
Irgendwann fällt die Warze ab oder verschwindet durch Schrumpfung.

Zur innerlichen Anwendung gegen die anderen Krankheiten kombiniert man
die getrockneten Schöllkraut-Blätter am besten mit anderen geeigneten Heilpflanzen
und trinkt diese Teemischung bei Bedarf oder mehrmals täglich.




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