Video: Waschnüsse-Shampoo selber machen - Haarwäsche mit einem Naturprodukt


  

Waschnüsse-Shampoo selber machen - Haarwäsche mit einem Naturprodukt In diesem Video zeige ich, wie man ein Waschnüsse-Shampoo selber machen kann - Haarwäsche mit einem Naturprodukt.

Dauer: 6:21


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So macht man Shampoo aus Waschnüssen.

Zutaten:

  • etwa 5 Waschnüsse
  • etwa 200 ml Wasser

Waschnüsse sind eine natürliche Möglichkeit zu waschen. Sie stammen aus Indien und wachsen auf Bäumen. Waschnüsse enthalten sehr viel Saponine, eine Substanz, die auch im heimischen Seifenkraut oder in Kastanien vorkommt. Die Haarwäsche mit Waschnüssen soll schonend für die Haare sein. Für eine Portion Shampoo braucht man etwa fünf Waschnüsse ohne Samen. Meistens bekommt man sie im Handel schon ohne die Samen.

Als Wasser kann man normales Leitungswasser nehmen. Nur wenn das Wasser sehr kalkreich ist, nimmt man besser gefiltertes Wasser oder destilliertes Wasser.

Wer will, kann noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu geben. Das gibt dem Waschnuss-Shampoo einen persönlichen Duft.

Die Rezeptmenge reicht für eine Haarwäsche bei langen Haaren. Für kurze Haare braucht man deutlich weniger.

Wenn man einen Teil des Waschnuss-Shampoos aufbewahren will, kann man es auch einfrieren.

Für die Anwendung des Shampoos bei langen Haaren, ist es praktisch, wenn man die Lösung mit einem Pürierstab aufschäumt. Dazu mixt man die Flüssigkeit etwa eine Minute lang mit dem Pürierstab. Nach und nach entsteht ein steifer Schaum. Gut aufgeschäumt kann man das Shampoo leichter im Haar verteilen, als wenn es eine dünne Flüssigkeit bleibt.

Menschen mit sehr kurzen Haaren können das Waschnuss-Shampoo fast wie ein normales Shampoo benutzen. Einfach einmassieren, 1 Minute einwirken lassen und dann ausspülen.

Die Anwendung bei langen Haaren wird im Video genau erklärt.

Viel Spaß beim Nachmachen und

Gutes Gelingen!


Produkttipps



Text im Video (Transscript)

So macht man Shampoo aus Waschnüssen.
Ich zeige, wie es geht.

Man braucht:
etwa 5 Waschnüsse
etwa 200 ml Wasser

Waschnüsse sind eine natürliche Möglichkeit zu waschen.
Sie stammen aus Indien und wachsen auf Bäumen.
Waschnüsse enthalten sehr viel Saponine, eine Substanz, die auch im heimischen Seifenkraut oder in Kastanien vorkommt.
Die Haarwäsche mit Waschnüssen soll schonend für die Haare sein.
Für eine Portion Shampoo braucht man etwa fünf Waschnüsse ohne Samen.
Meistens bekommt man sie im Handel schon ohne die Samen.

Als Wasser kann man normales Leitungswasser nehmen.
Nur wenn das Wasser sehr kalkreich ist, nimmt man besser gefiltertes Wasser oder destilliertes Wasser.

Wer will, kann noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu geben.
Das gibt dem Waschnuss-Shampoo einen persönlichen Duft.

Die Rezeptmenge reicht für eine Haarwäsche bei langen Haaren.
Für kurze Haare braucht man deutlich weniger.

Weil ich Euch drei verschiedene Methoden zeigen will, wie man mit der fertigen Waschlösung umgehen kann, mache ich die dreifache Rezeptmenge.

Die Zutatenliste findet Ihr auch in der Infobox und auf meiner Webseite heilkraeuter.de

Ich gebe die Waschnüsse in einen kleinen Topf.
Dann gieße ich das Wasser dazu.
Nun verdreifache ich die Menge, weil ich ja das dreifache Rezept machen will.

Dann stelle ich den Topf auf den Herd und bringe das Wasser zum Kochen.
Sobald das Wasser kocht, stelle ich den Herd auf geringe Hitze, damit die Mischung nur noch sanft vor sich hin simmert.
Die Mischung muss jetzt 15 bis 20 Minuten lang köcheln.
Man kann schon sehen, dass sich ein leichter Schaum entwickelt.
Nach 20 Minuten ist das Wasser etwas braun geworden.
Ich drücke mit einem Löffelrücken auf die Waschnüsse, um sie möglichst gut zu nutzen.
Man könnte auch einen Kartoffelstampfer dafür nehmen.

Jetzt kann ich den Topf vom Herd nehmen.
Dann lasse ich die Mischung stehen, bis das Wasser nur noch lauwarm ist.

Anschließend gieße ich die Flüssigkeit durch ein Sieb.
Die Waschnüsse kann man trocknen und noch etwa 2 bis 3 Mal verwenden.

Das Waschnuss-Wasser ist eine braune Flüssigkeit mit ein wenig Schaum.
Es riecht etwas säuerlich.
Wer will, kann jetzt ätherische Öle eintropfen.
5 bis 10 Tropfen müssten reichen.

Dann fülle ich eine Portion Waschnuss-Wasser in eine Flasche.
Man kann es so, wie es ist, als Shampoo benutzen.

Wenn man einen Teil des Waschnuss-Shampoos aufbewahren will, kann man es auch einfrieren.
Ich gieße hier etwa 200 ml Waschnuss-Shampoo in eine Tiefkühl-Dose und friere es ein.
So hat man Waschnuss-Shampoo relativ griffbereit und muss es nicht für jede Haarwäsche frisch kochen.
Tiefgefroren hält sich das Waschnuss-Shampoo über 1 Jahr.

Für die Anwendung des Shampoos bei langen Haaren, ist es praktisch, wenn man die Lösung mit einem Pürierstab aufschäumt.
Dazu mixt man die Flüssigkeit etwa eine Minute lang mit dem Pürierstab.
Nach und nach entsteht ein steifer Schaum.

Gut aufgeschäumt kann man das Shampoo leichter im Haar verteilen, als wenn es eine dünne Flüssigkeit bleibt.

Das Waschnuss-Shampoo ist jetzt fertig für die Benutzung.

Menschen mit sehr kurzen Haaren können das Waschnuss-Shampoo fast wie ein normales Shampoo benutzen.
Einfach einmassieren, 1 Minute einwirken lassen und dann ausspülen.

Und so benutzt man das Waschnuss-Shampoo bei langen Haaren:
Für den ersten Durchgang bleibt man am besten noch angezogen und beugt sich mit dem Kopf über Dusche oder Badewanne.
Zuerst befeuchtet man die Haare mit Wasser.
Am besten nimmt man kalkarmes Wasser, im Zweifelsfall gefiltert.
Dann massiert man die Hälfte des Waschnuss-Schaums in die Haare ein.
Wichtig ist vor allem der Bereich in der Nähe des Kopfhaut, weil das Haar dort am fettigsten ist.
Kurz ausdrücken und dann ein Handtuch um den Kopf legen oder eine Plastikhaube aufsetzen.
Nun muss das Waschnuss-Shampoo 5 bis 15 Minuten lang einwirken.
Danach gründlich ausspülen und wieder gründlich einschäumen.
Handtuch drüber und wieder 5 bis 15 Minuten lang einwirken lassen.
Anschließend kann man das Waschnuss-Shampoo gründlich ausspülen.
Eine abschließende Spülung mit Apfelessig ist nicht unbedingt nötig, weil das Waschnuss-Shampoo nicht alkalisch ist.
Wer besonders strapazierte Haare hat, kann sie aber mit verdünntem Apfelessig spülen.

Mein persönliches Fazit:
Die Prozedur ist ungeheuer umständlich und auf Dauer wirklich nur etwas für Enthusiasten.
Das Waschergebnis war erstaunlich gut.
Die Haare wurden auch ohne abschließende Spülung fast so schön wie mit meinem normalen, milden Shampoo, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Auch das schnelle Waschen bei kurzen Haaren hat erstaunlich gute Ergebnisse gebracht.

Wer Waschnüsse aus ökologichen Gründen nutzen will, sollte bedenken, dass sie einen weiten Transportweg haben und Energie zum Kochen brauchen.
Außerdem sind die Waschnüsse vor Ort sehr viel teurer geworden, seit westliche Kunden sie gerne nutzen und die Bestände aufkaufen.
Ärmere Einheimische können sich die Waschnüsse jetzt nicht mehr leisten.
Zudem sind die Saponine in den Waschnüssen giftig für Fische und sollten nicht in fischhaltige Gewässer gelangen.

Dennoch finde ich die Waschnüsse eine interessante Alternative zu herkömmlichen Shampoos - zumindest, um sie mal auszuprobieren.

Viel Spaß beim Nachmachen und
Gutes Gelingen!






Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.
Ziehe bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Deinen Arzt zu Rate.


  


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