Depressionen

  

Depressionen Sonnenuntergang

Depressionen gehen einher mit Traurigkeit oder, in schweren Fällen, der Unfähigkeit überhaupt noch Gefühle zu empfinden.

Meist kommt es auch zu ausgeprägter Antriebslosigkeit und häufig zu Schlafstörungen.

Bei einer schweren Depression ist man nicht mehr in der Lage, den Alltag zu bewältigen.

In solchen Fällen sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen und professionelle Hilfe durch einen Psychiater in Anspruch nehmen. In besonders schweren Fällen muss man in einer Fachklinik stationär behandelt werden.

Nur eine leichte Depression kann man selbst behandeln.

Mit Heilpflanzen kann man leichte Depressionen oft so weit lindern, dass man sie selber in den Griff bekommen kann.

Synonyme für Depressionen: Depression, Melancholie, Winterdepression

Depressionen Johanniskraut

Wichtige Heilpflanzen:

Die wichtigste Heilpflanze zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen ist das Johanniskraut.

Diese Heilpflanze ist sogar offiziell als Mittel gegen depressive Verstimmungen zugelassen. Man nimmt Johanniskraut am besten hochdosiert in Form von Kapseln ein, weil es dann am stärksten wirkt.

Die Wirkung anderer Heilpflanzen gegen Depressionen entspringt eher der Volksmedizin.


Teemischung gegen Depressionen

Mit einem Tee gegen Depressionen kann man die schulmedizinische Behandlung oder die Behandlung durch Johanniskraut-Kapseln unterstüzen. Es ist auch wohltuend, regelmäßig einen warmen Tee zu trinken.

Mische zu gleichen Teilen:

  • Johanniskraut
  • Melisse
  • Rosmarin

So bereitet man diesen Tee zu:

  1. Verwende 1 - 2 TL Teemischung für eine große Tasse Tee (250 ml).
  2. Übergieße die Teemischung mit kochendem Wasser.
  3. Lasse den Tee 15 Minuten lang ziehen.
  4. Filter die Teemischung ab.
  5. Trinke den Tee in kleinen Schlucken.

Diesen Tee kann man 3 mal täglich trinken.



Ätherische Öle:

Hausmittel:

  • Blütenpollen
  • Honig
  • Gelee Royal
  • Kombucha
  • Bewegung an frischer Luft

Schulmedizinische Medikamente

Zur medizinischen Behandlung von Depressionen gibt es mehrere Arten von Medikamenten.

Besonders beliebt sind seit einigen Jahren die selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI). Diese Mittel wirken häufig sehr erfolgreich.

Doch Achtung! Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer darf man nicht in Eigenregie anwenden. Sie erhöhen zuerst den Antrieb und steigern erst später die Stimmung. Dies hat zur Folge, dass es bei der Anwendung von selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmern vermehrt zu Selbstmordversuchen kommt, wenn die Erkrankten nicht engmaschig vom Facharzt betreut werden.


Tipps bei leichten und mittelschweren Depressionen

Depressionen Wanderung
Wenn die Depressionen eher leicht sind, können einige Alltagstipps das Befinden etwas verbessern.

Nach und nach können die Depressionen dadurch möglicherweise sogar verschwinden.

  • Richtig gut ausheulen, wenn man es kann
  • Eine bestimmte Zeit lang im Unglück suhlen, d.h. die Traurigkeit nicht immer nur unterdrücken, sondern auch mal zulassen. Das sollte jedoch nicht übertrieben werden.
  • Schöne Musik hören
  • Bewegung an frischer Luft = rausgehen
  • Soviel Sonnenlicht wie möglich = rausgehen
  • Tageslichtbeleuchtung in den Räumen
  • Lichtdusche anschaffen und täglich benutzen
  • Körperliche Aktivität
  • Früh aufstehen bzw. Schlafentzug
  • Lösungsmöglichkeiten überdenken (aufschreiben)
  • Pläne schmieden
  • Interessante Arbeiten machen
  • Freunde treffen
  • Heiß und kalt duschen und danach am ganzen Körper liebevoll eincremen
  • Eine Johanniskraut-Kur machen
Bei schweren Depressionen können einige dieser Tipps, z.B. körperliche Bewegung an frischer Luft, hilfreich sein, wenn die Erkrankung allmählich wieder nachlässt, also in der Endphase der Depression.