Ashwagandha

(Withania somnifera)


  

Ashwagandha Ashwagandha ist eine der wichtigsten Heilpflanzen in der indischen Ayurveda-Heilkunde.

Ihre vielfältigen Heilwirkungen zeigen, dass diese große Bedeutung durchaus berechtigt ist. Ashwgandha ist eine adaptogene Heilpflanze, d.h. sie stärkt ohne nennenswerte Nebenwirkungen.

Ashwagandha hilft gegen Altersbeschwerden, stärkt die Abwehrkräfte und das Gedächtnis. Sie wirkt sowohl aufmunternd als auch entspannend, je nachdem, was man gerade braucht.

Die Ashwagandha-Pflanze gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist somit verwandt mit Tomaten, Kartoffeln aber auch mit der Tollkirsche. Die Früchte der Ashwagandha wachsen in Hüllen heran, ganz ähnlich wie bei der Physalis.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Altersbeschwerden,
Heilwirkung:
adaptogen,
abwehrsteigernd,
antibakteriell,
antimykotisch,
antiviral,
blutzuckerregulierend,
cholestrinspiegelsenkend,
entgiftend,
entzündungshemmend,
fiebersenkend,
gedächtnisstärkend,
immunstärkend,
konzentrationsfördernd,
schmerzlindernd,
stärkend,
tonisierend,
tumorhemmend,
wundheilend,
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche,
ADHS,
Ängste,
Alzheimer,
Arteriosklerose,
Ausdauerschwäche,
Autoimmunerkrankungen,
Bluthochdruck,
Bronchitis,
Demenz,
Depressionen,
Diabetes,
Entzündungen,
Erhöhte Blutfettwerte,
Haarausfall,
Hashimoto,
Herzschwäche,
Hitzewallungen,
Husten,
Impotenz,
Immunschwäche,
Infektanfälligkeit,
Infektionskrankheiten,
Krebs (begleitend),
Müdigkeit,
Muskelschwäche,
Nebennierenschwäche,
Osteoporose,
Panikattacken,
Parkinson,
Pilzerkrankungen,
Rekonvaleszenz,
Schilddrüsenprobleme,
Schlaflosigkeit,
Schmerzen,
Schwäche,
Stress,
Übergewicht,
Unfruchtbarkeit,
Wechseljahrsbeschwerden,
Wunden,
wissenschaftlicher Name:
Withania somnifera
Pflanzenfamilie:
Nachtschattengewächse - Solanaceae
englischer Name:
Poison Gooseberry
andere Namen:
Schlafbeere, Indischer Ginseng, Winterkirsche, Asvagandha, Varahakami
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe:
Alkaloide: Anaferin, Anahygrin, Cuscohygrin, Nicotin, Tropin, Withasomnin, Steroidlactone: Withanolide, Somniferanolid, Somniwithanolid, Withaferin A, Withasomniferanolid,
Sammelzeit:
Herbst (Wurzel), Frühjahr (Blätter)


Video

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Anwendung

Ashwagandha

Die Ashwagandha-Wurzel kann man wahlweise als Tee, als Tinktur, Paste, Tabletten oder als Kapseln anwenden.

Die häufigste Art, Ashwagandha anzuwenden ist heutzutage die Kapsel mit einem Extrakt aus der Wurzel. Als Alternative zu Kapseln werden auch Press-Tabletten angeboten, was einer typischen traditionellen Zubereitung in der Ayurveda-Heilkunde entspricht.

Täglich sollte man etwa 300 - 500 mg des Wurzelextrakts einnehmen. Das ist je nach Kapsel- oder Tabletten-Größe eine oder mehrere Einnahmen pro Tag.

Wenn man sich nach ein paar Tagen an die Einnahme von Ashwagandha gewöhnt hat, kann man die tägliche Dosis auf bis zu 1.500 mg Wurzelextrakt pro Tag steigern.

Falls man Ashwagandha anwenden, um seine Schlafqualität zu verbessern, nimmt man sie am besten etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen ein. Ansonsten kann man sie morgens oder mittags zwischen den Mahlzeiten einnehmen.

Blätter

Von der Ashwagandha-Pflanze kann man theoretisch auch die Blätter anwenden. Auch sie enthalten heilkräftige Wirkstoffe, jedoch in einer anderen Zusammensetzung als die Wurzeln.

Die Blätter enthalten jedoch vermehrt Whitanolid A, das eher schädlich als gesundheitsfördernd ist. Whitanolid A wirkt zellschädigend.

Daher sollte man die Blätter der Ashwagandha-Pflanze nicht verwenden.

Beim Kauf von Ashwagandha-Präparaten sollte man darauf achten, dass sie ausschließlich das Wurzelpulver enthalten.

Tee

Für einen Ashwagandha-Tee köchelt man einen Teelöffel Ashwagandha Wurzelpulver oder Wurzelstücke für ca. 10 Minuten in 500 ml Wasser und lässt ihn anschließend 15 - 30 Minuten ziehen.

Anschließend abseihen und den Ashwagandhatee in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Ashwagandha-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Ashwagandha-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Tinktur

Um eine Ashwagandha-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Ashwagandha Wurzelpulver oder Wurzelstücke in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Pasten

Im Ayurveda wird aus den Wurzeln oder Blättern der Ashwagandha-Pflanze ein Brei hergestellt.

Dieser Brei wir äußerlich aufgetragen als Breiumschlag.

Er kommt zur anwendung bei schlecht heilenden Wunden und anderen Hauterkrankungen.

Ölmassage

In der Ayurveda-Heilkunde wird ein Ashwagandha-Ölauszug für Massagen verwendet.

Abkochung in Milch

Traditionell wird die Ashwagandha-Wurzel in Milch aufgekocht und getrunken. Milch-Abkochungen sind in der Ayurveda-Heilkunde eine häufige Zubereitungsform.

Besonders stärkend wird solch eine Milchabkochung wenn man noch Zucker, Honig, Reis und Pippau hinzufügt. Diese Kombination gilt als starkes Regenerations-Mittel.

Ashwagandha-Ghee

Milthilfe einer Abkochung in Ghee kann man die Ashwagandha-Wurzel haltbar machen.

Ghee ist das traditionelle indische Butterschmalz.

Ein Ashwagandha-Ghee kann man als Salbe verwenden und es eignet sich auch zur Einnahme.



Produkttipps

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Wirkung

Ashwagandha In der Ayurveda Heilkunde gilt Ashwagandha als Rasayana-Pflanze. Das ist ein Heilmittel, das auf umfassende Weise wirkt, die allgemeine Gesundheit verbessert und zu einem langen Leben verhilft.

Heutzutage spricht man auch von einer adaptogenen Heilpflanze. Zu dieser Gruppe von Heilpflanzen gehört auch der bekannte Ginseng. Darum wird Ashwagandha manchmal auch als "indischer Ginseng" bezeichnet.

Adaptogene Heilpflanze wirken stärkend, verlängern das Leben, verbessern die Abwehrkräfte, erhöhen die Stressresistenz sowohl gegen äußeren als auch gegen inneren Stress.

Bei der Ashawagandha kommen einige Heilwirkungen hinzu.

Ashwagandha stärkt das Gedächtnis und die Konzentration. Daher eignet sich Ashwagandha zur Behandlung von Demenz und ADHS.

Die Ashwagandha-Pflanze wirkt auch regulierend auf den Blutzuckerspiegel, weshalb man sie unterstützend zur Diabetes-Behandlung einsetzen kann.

Ferner wird der Cholesterinspiegel gesenkt, sodass Ashwagandha gegen Arteriosklerose hilft und auch gegen die Folgen der Arteriosklerose: Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ashwagandha soll sogar tumorhemmend wirken und somit gegen Krebs.

Viele dieser Wirkungen sind durch medizinische Studien belegt.

Nebenwirkungen

Bei der normalen Anwendung der Ashwagandha-Wurzel kommt es kaum zu Nebenwirkungen.

Bei erhöhter Dosierung (> 1.500 mg/Tag) kann es zu Bauchschmerzen und Durchfall kommen.

Gegenanzeigen

Ashwagandha sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, wegen der Gefahr einer Fehlgeburt bei großen Einnahme-Mengen.



Anwendungsgebiete

Das Hauptanwendungs-Gebiet der Ashwagandha sind Schwächezustände aller Art, vor allem im Alter.

Aber auch junge Menschen können von Ashwagandha profitieren. Beispielsweise wird Ashwagandha gerne zur Stärkung beim Sport eingesetzt.

Wegen der gedächtnisstärkenden Wirkung wird Ashwagandha gerne bei Alzheimer-Demenz verwendet. Auch gegen Parkinson und ADHS kann man Ashwagandha anwenden.

Besonders interessant ist die Anwendung von Ashwagandha gegen Krebs. In erster Linie ist dies sinnvoll zur Bebgleitung einer Chemotherapie. Die Chemotherapie wird besser vertragen und wirkt besser als ohne Ashwagandha. Ashwagandha hat aber auch eine Eigenwirkung gegen Krebs. Sie kann Tumoren verkleinern, jedoch nur in kleinem Rahmen und nicht in allen Fällen. Außerdem kann Ashwagandha die Entstehung von Tumoren verhindern, wodurch sie sich zur Krebs-Prophylaxe eignet. Die krebshemmende Wirkung von Ashwagandha wurde in medizinischen Studien bestätigt.

Weil Ashwagandha auch förderlich auf die Fortpflanzungsorgane wirkt, kann sie gegen Impotenz helfen. Auch gegen Unfruchtbarkeit kann Ashwagandha helfen, vor allem bei männlicher Fruchtbarkeits-Problemen.

Ashwagandha ist generell eine gute Heilpflanze für die Hormondrüsen. Daher hilft sie bei Schilddrüsenproblemen, Nebennierenschwäche, Diabetes und Wechseljahrsbeschwerden.

Die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten der Ashwagandha-Wurzel würde hier den Rahmen sprengen. Die wichtigsten Anwendungsgebiete findet man im Steckbrief der Pflanze weiter oben.



Magische Anwendung

Ashwagandha wird traditionell gerne als magisches Mittel verwendet, vor allem in Indien.

Beispielsweise wird ein Amulett aus der Wurzel gefertigt.

Besonders beliebt sind Liebestränke aus Ashwagandha-Wurzeln.

Diese Anwendung ist ja nicht einmal so abwegig, weil Ashwagandha die Funktion der Fortpflanzungsorgane und die Libido stärkt.



Geschichtliches

Ashwagandha wird seit Jahrtausenden in der indischen Heilkunde Ayurveda verwendet und spielt dort eine wichtige Rolle.

Das Sanskrit-Wort Ashwagandha bedeutet "Geruch des Pferdes". Das liegt einerseits daran, dass die Ashwagandha-Wurzel nach Pferd riecht, und andererseits soll das auf die Stärke der Heilpflanze hindeuten, denn das Pferd symbolisiert die Stärke.

Heutzutage ist Ashwagandha auch im Westen sehr beliebt geworden. Man erhält die Kapseln, Tabletten oder das lose Pulver in vielen Internet-Shops.




Pflanzenbeschreibung

Ashwagandha

Ashwagandha ist in Indien, Afrika, auf den Kanarischen Inseln, in Südeuropa und Südasien heimisch.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Oft ist sie aber nur 30 cm groß.

Die krautigen Stengel sind weit verzweigt.

Die Blätter sind bis zu 12 cm lang und 7 cm breit. Sie sind eiförmig, manchmal auch umgekehrt eiförmig. Auf der Unterseite sind die Blätter behaart.

Die Blüten sitzen auf den Blattachseln in Gruppen von bis zu sechs Blüten. Sie sind glockenförmig und grünlich. Die Blütezeit geht von Juli bis August.

Nach einer Weile vergrößert sich der Blütenkelch und entwickelt sich zu einer urnenähnlichen Form. An der Spitze ist diese Blase geschlossen. Solch eine Blase wird auch "Calyx" genannt. Sie ist anfangs grün, verfärbt sich dann rot-orange und wird schließlich bräunlich. Innerhalb der Blase wächst eine rote Beere heran. Die glänzende Beere wird knapp einen Zentimeter groß. Das Ganze sieht ähnlich aus wie bei der Physalis, der Kapstachelbeere. Die 2 mm großen Samen befinden sich in der Beere.



Anbautipps

Ashwagandha ist in gemäßigtem Klima nicht winterhart. Darum muss man sie in Mitteleuropa entweder im Gewächshaus oder als Kübelpflanze anbauen.

Alternativ kann man Ashwagandha auch als einjährige Pflanze anbauen.

Als Standort braucht Ashwagandha volle Sonne.

Der Boden sollte einigermaßen fruchtbar sein und gut entwässert.

Im Frühjahr werden die Samen angesät. Später kann man die kleinen Pflanzen vereinzeln.



Sammeltipps

Da Ashwagandha in Mitteleuropa nicht heimisch ist, kann man sie hierzulande nur ernten, wenn man sie selber im Garten angebaut hat.

Geerntet wird die Wurzel, bevorzugt im Herbst.

Anschließend wird die Wurzel gereinigt, geschnitten und getrocknet.




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