Behaarte Karde

(Dipsacus pilosus L.)


  

Behaarte Karde


Die Behaarte Karde ist zierlicher als die Wilde Karde, die Blütenköpfe sind deutlich kleiner.

Ist die Wilde Karde ein häufiger Wegbegleiter, so ist die behaarte Karde sehr selten.

Man findet diese weiß-gelb blühende Karden-Art an Wegen und Lichtungen von Auwäldern in den submediterranen Teilen Europas.

In der Volksheilkunde wird die behaarte Karde genauso eingesetzt wie ihre wilde Schwester, wenn auch viel seltener. Da die Pflanze sehr selten ist, sollte sie nicht gesammelt werden.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Wundheilung,
Heilwirkung:
adstringierend,
antibakteriell,
blutreinigend,
diuretisch,
harntreibend,
immunsystemstärkend,
schweisstreibend,
Anwendungsbereiche:

Volksheilkunde

Borreliose,
Durchfall,
Fingerwunden,
Furunkel,
Gallenschwäche,
Gicht,
Gichtschmerzen,
Hautkrankheiten,
Kopfschmerzen,
Magenschwäche,
Ödeme,
Rheuma,
Sommersprossen,
Verdauungsschwäche,
Warzen,
Wunden,
wissenschaftlicher Name:
Dipsacus pilosus L.
Pflanzenfamilie:
Kardengewächse = Dipsacaceae
englischer Name:
Small Teasel
volkstümlicher Name:
Behaarte Karde, Borstenkarde, Hirtenstab, Schlanke Karde
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Glykoside, Inulin, organische Säuren, Saponine, Scabiosid, Tannine
Sammelzeit:
Frühjahr, Herbst


Anwendung

Behaarte Karde

Borreliose

Die Wurzel der Behaarten Karde kann man als Tinktur oder Tee gegen Borreliose einsetzen, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt oder auch begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung.

Tinktur

Die Tinktur wird am besten aus der frischen geernteten Wurzel hergestellt. Drei Wochen soll sie ziehen, bevor man sie abseiht.

Von dieser Tinktur nimmt man dreimal täglich 5 - 50 Tropfen.

Die Herstellung der Behaarten-Karde-Tinktur ist gleich der normalen Karde:
Karden-Tinktur bei Tinkturen-selbstgemacht.de

Tee

Aus der Kardenwurzel kann man auch einen Tee zubereiten.

2 Teelöffel mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Der Tee kann innerlich und äusserlich eingesetzt werden.



Geschichtliches

Die Wurzeln der verschiedenen Kardenarten werden schon seit der Antike gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt, besonders im Bereich der Stoffwechselkrankheiten und zur Wundheilung.

Neu ist der Einsatz gegen Borreliose, einer Krankheit, die immer öfters durch Zecken übertragen wird und gegen die es noch keine Impfung gibt.




Pflanzenbeschreibung

Behaarte Karde

Die Behaarte Karde ist in Europa und Ozeanien heimisch.

Sie wächst bevorzugt in Auwäldern an Wegen und Lichtungen.

Die zweijährige Pflanze wird zwischen 70 und 150 Zentimeter hoch.

Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus.

In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette.

Die Blätter sind oval bis länglich und die unteren Blätter sind meistens gelappt.

Im zweiten Jahr wächst der Stengel mit den Blüten.

Die runden Blütenköpfe erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 15 - 20 mm.

Die Blütenfarbe ist weiß bis gelb.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.


Anbautipps

Behaarte Karde

Die Behaarte Karde ist anspruchslos.

Im Herbst oder Frühling in Töpfchen aussäen und den Boden feucht halten.

Sobald die Pflanze kräftig genug ist, ins Freiland setzen.

Die Pflanze blüht erst im zweiten Jahr.



Sammeltipps

Die Wurzel der Behaarten Karde gräbt man am besten im Herbst oder Frühjahr aus.

Da die Pflanze sehr selten ist, sollte sie nicht in der Natur gesammelt werden.

Die Ernte ist bei allen Karden-Arten gleich: Karden-Ernte.

Entweder trocknet man sie zügig, bei knapp 40°C im Backofen, oder man setzt aus der frischen Wurzel eine Tinktur an.


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