Currystrauch / Currykraut

(Helichrysum italicum)


  

Currystrauch


Der Currystrauch ist ein Halbstrauch und Heckenpflanze aus dem Mittelmeergebiet. Blätter und Blüten haben ein angenehmes Curry-Aroma, das an Salbei erinnert.

Die Pflanze wird als Gewürzpflanze eingesetzt, sie eignet sich auch als Heilpflanze, gegen Husten, Hautprobleme.

Das wertvolle und teure Öl, das aus den schönen gelben Blüten oder dem blühenden Kraut gewonnen wird, kann gegen Prellungen und kleinere Verletzungen eingesetzt werden.

Der Currystrauch hat einen kleinen Bruder, den Zwerg-Currystrauch (Helichrysum italicum ssp. serotinum), der die gleichen Eigenschaften hat. Der Zwerg-Currystrauch ist etwas kleiner und bitterer.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Husten,
Prellungen
Heilwirkung:
abschwellend,
ausgleichend,
entzündungshemmend,
fungistatisch,
fungizid,
hautberuhigend,
insektenabwehrend,
pilzhemmend,
pilztötend,
schmerzstillend,
wundheilend
Anwendungsbereiche:
Äderchen,
Blutergüsse,
Ekzeme,
Gelenkschmerzen,
Hautjucken,
Hautunreinheiten,
Husten,
Insekten,
Krampfadern,
Lymphstau,
Pilze,
Prellungen,
Sportverletzungen,
Stress,
Verstauchungen,
Zerrungen.
wissenschaftlicher Name:
Helichrysum italicum, Helichrysum angustifolium
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Curry plant
volkstümlicher Name:
Currykraut, Currystrauch, Italienische Immortelle, Italienisches Sonnengold, Italienische Strohblume, Sonnengold, Die Unsterbliche
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Kraut, blütenlose Triebe
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Borneol, Beta-Pinen, Italidion, Limonen, Nerol, Nerylacetat
Sammelzeit:
Juni bis Oktober
Nebenwirkungen:
Magenreizung, Magenschmerzen


Anwendung

Currystrauch

Öl

Aus dem Currystrauch wird ein ätherisches Öl gewonnen, das Immortellenöl oder auch Strohblumenöl. Es ist eine gelbliche, klare und durchsichtige Flüssigkeit.

Es eignet sich als Einreibe-Mittel gegen blaue Flecken, Blutergüssen, Prellungen und Verstauchungen. Gut bei Wanderungen.

Das Öl darf nur äusserlich eingesetzt werden, innerlich eingesetzt führt es zu Vergiftungserscheinungen.

Das Öl kann mit Soja- oder Sesamöl 1:50 verdünnt werden.

Tee

1 Esslöffel getrockneter Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft gegen Husten und wirkt entgiftend.

Den Tee kann man auch zur Hautbehandlung und Bädern nutzen.

Gewürzpflanze

Frische Zweiglein eignen sich als Curry-Ersatz in Reis-, Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten. Zweige mitkochen und später wieder herausnehmen.



Geschichtliches

Zwerg-Currystrauch

Der Currystrauch wurde schon früher als Tee-Ersatz genutzt.

Es wurden für festliche Anlässe aus getrockneten oder frischen Zweigen, Sträuße und Kränze bebunden.

Mit einer Wasserdampfdestillation wurde und wird seit Jahrhunderten aus den Blüten oder blühendem Kraut das Immortellenöl gewonnen.

Heute ist das Currykraut Heckenpflanze und Gewürz.



Pflanzenbeschreibung

Currykraut

Der Currystrauch ist in Mittelmeeraum heimisch.

Er wächst bevorzugt an trockenen und sonnigen Plätzen.

Der mehrjährige immergrüne Strauch wird zwischen 40 und 100 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser zwischen 50 und 120 Zentimeter.

Der Zwerg-Currystrauch ist zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser zwischen 30 und 60 Zentimeter.

Mit der Zeit wird der Stamm holzig.

Der Duft des Currystrauchs ist dem Curry ähnlich, besonders stark bei Regen.

Der Halbstrauch ist dicht, die Blätter silbergrau, etwas klebrig, länglich und etwa 2-3 cm lang. Die Blätter des Zwerg-Currystrauch sind 1-2 cm lang.

Die gelben bis dunkelgelben Blütenköpfchen erscheinen zwischen Juni und August.

Aus den Currystrauch-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.


Anbautipps

Stimmen Boden und ist das Klima ohne starken Frost, so ist der Currystrauch pflegeleicht.

Samen

Samen im Februar in Töpfchen aussäen, die Samen keimen bei etwa 20° nach etwa 3 Wochen.

Pflanzen pikieren und in Töpfen den nächsten Winter im Gewächshaus oder Fensterbrett überwintern.

Stecklinge

Vermehrung durch Stecklinge, die im Sommer vor der Blüte aus holzigen Zweigen gewonnen werden.

Pflege

Der Currystrauch braucht einen sonnigen, trockenen und sandigen Boden, ohne jede Staunässe.

Nur bei jungen Pflanzen oder langer Trockenheit vorsichtig gießen.

Nur alte Pflanzen vorsichtig und leicht düngen.

Die Pflanze verträgt keinen starken Frost (-10°C), entweder in Töpfen ziehen oder im Winter mit Vlies oder Reisig schützen.

Der Strauch kann nach der Blüte zurück geschnitten werden.



Sammeltipps

Heilpflanze für Tees

Kraut mit oder ohne Blüten ernten, bündeln und an einen luftigen, schattigen Ort trocknen.

Für eine Tee eignen sich am besten die trockenen Blütenköpfe.

Öl

Die Selbstherstellung lohnt kaum, da Wasserdampfdestillation schwierig und für 1 Gramm Öl ganze 2 kg Kraut benötigt werden.

Gewürzpflanze für die Küche

Vor der Blüte können jederzeit Zweiglein für die Küche geerntet werden.

Wenn das Currykraut am blühen oder gerade verblüht ist, ist das Aroma nicht mehr ganz so gut.



Produkttipps:


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