26.2.: Es werde Licht


Die frühe Keimung hat mich kalt erwischt, vor allem, weil der Winter wieder zurückgekommen ist und es draussen kalt und duster ist.

Ich habe nämlich kein helles Fensterbrett zur Verfügung. Eigentlich hatte ich geplant, den Kräuterkasten nach der Keimung tagsüber in den Garten zu stellen, damit die Pflänzchen genug Licht bekommen.

Aber bei den aktuellen Temperaturen würden die zarten Keime sehr beleidigt reagieren.

Also was tun?

Ìn einem Aussenzimmer habe ich zur Anzucht von jungen Pflanzen schon einen langen Tisch, unter den ich Leuchtstoffröhren montiert habe. In diesem Licht können die jungen Gemüsepflänzchen frostgeschützt vor sich hinwachsen, wenn es draussen noch zu kalt ist. Aber im Moment ist es selbst in der Aussenkammer noch zu kalt und ich will sie auch nicht teuer heizen.

Also habe ich eine Leuchtstoffröhre an einen einfachen Bock gehängt und das Gestell über den Kräuterkasten gestellt.

So kann der Kräuterkasten in der warmen Küche bleiben und bekommt trotzdem genug Licht.

Warum eine Leuchtstoffröhre und keine speziellen Pflanzenlampen?

Leuchtstoffröhren haben ein sehr gutes Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Lichtausbeute. Sie bleiben auch relativ kühl, können also dicht über die Pflanzen gehängt werden, ohne sie zu verbrennen. Einfache Leuchtstoffröhren sind zudem spottbillig in der Anschaffung und das schlichte, weisse Licht ist den jungen Pflanzen gerade recht.

Wenn man sie rund um die Uhr leuchten lässt, dann wachsen die Pflanzen aufs wunderbarste und sensationell schnell. Haben wir schon mit Begeisterung ausprobiert. Nachts ausschalten geht natürlich auch.

Die jungen Kräuter scheinen es auch zu mögen, denn sie spriessen schneller als man gucken kann.

Die Ringelblumen sind inzwischen schon zu siebt und ständig schauen neue aus der Erde.

Die ersten lassen schon ihre beiden Keimblätter sehen und sind gerade dabei, sich zu entfalten.

Sogar Thymianpflänzchen sind schon gekeimt.

Vor allem an den Rändern, wo die draufliegende Erde dünner ist, sieht man schon etliche Keimlinge. Es könnten schon etwa zwanzig sein, denn jedes Mal, wenn man schauen geht, sind es wieder mehr geworden.

Ein einzelner zarter Majoran-Keim lässt sich auch schon blicken.

Er ist noch ganz winzig, aber immerhin.

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