7.10.: Herbstzeit


Auch für den Kräuterkasten ist der Herbst angebrochen.

Er hält sich jedoch recht wacker, sogar besser als in den Hitzetagen des Julis, als er ganz kläglich vor sich hin mickerte.

Obwohl ich relativ viele Ringelblumen-Blüten und -Samen ernten konnte und auch das eine oder andere Mal Thymian und Majoran für die Küche verwenden konnte, ist der Kräuterkasten nicht so voll gelungen, wie ich mir das erhofft hatte.

Die Ringelblumen waren zwar brav klein, aber immer noch viel zu wuchtig für den kleinen Kasten und haben deshalb den anderen beiden Pflanzenarten das Leben schwer gemacht. Sie haben auch soviel Wasser gesaugt, vor allem in der Hitzephase, dass ich den Kasten gar nicht in die volle Sonne stellen konnte, was zur Folge hatte, dass der Thymian ausserdem zu wenig Licht hatte.

Also nur ein Teilerfolg, diese Kräuter-Kasten-Aktion.

Wie hätte ich es besser machen können?

Ganz klar: Nicht alle drei Pflanzenarten in einen kleinen Kasten!

Ringelblumen in einem extra Kasten und Thymian und Majoran vielleicht zusammen, das wäre wohl besser gegangen. In anderen Töpfen habe ich seit Jahren Thymian, der wunderbar gedeiht.

Vielleicht wären grössere Pflanzgefässe auch gut gewesen, damit man in der Hitze nicht so oft giessen muss. Ich liebäugel für nächstes Jahr auch mit einem Blumenkasten mit Wasserreservoir, aber da besteht dann wohl die Gefahr der Staunässe. Mal sehen, welches Pflanzexperiment ich nächstes Jahr in Angriff nehme.


Der Kasten sieht schon ziemlich gerupft aus.

Aber wenn man genauer hinschaut, sieht man, das zumindest die meisten der Ringelblumen noch voll im Saft stehen.

Viele von ihnen lassen Samen ausreifen, andere blühen noch und sogar ein paar Knospen sind noch zu sehen.

Die Ringelblumen haben also noch einiges vor.

Die Ringelblumen-Blüten ziehen immer noch die Insekten an, die sich freudig auf ihnen niederlassen.
Die Thymian-Blättchen sind auch grün, wie sie sollen, wenn auch ziemlich weit auseinanderstehend.
Insgesamt hat sich der Thymian nicht gerade prächtig entwickelt.

Er stand die ganze Zeit über im wahrsten Wortsinne im Schatten der Ringelblumen.

Allein für sich genommen hätte er wohl viel mehr Sonne gewollt. Aber auch genug Feuchtigkeit.

Und beides zusammen wäre im Hochsommer kaum möglich gewesen, ausser man hätte stündlich gegossen.

Da der Thymian mehrjährig ist, hat er vielleicht nächstes Jahr noch eine Chance.

Der Majoran hat brav Blüten getragen und jetzt reifen Samen an ihm heran.

Auch er stand im Schatten der Ringelblumen.

Nachdem ich die ganzen braunen Ringelblumen-Blätter abgeschnitten habe, sieht der Kasten etwas besser aus.

Für Oktober eigentlich ganz passabel.

Einige Ringelblumen-Blüten sehen noch richtig schön aus.
Von den Ringelblumen habe ich auch einige Blüten geerntet und getrocknet im Laufe des Sommers.

Zuerst pflückt man dazu die ganzen Blütenköpfe, die man erst ein paar Tage antrocknen lässt.

Anschliessend zupft man die einzelnen Zungenblüten ab und lässt sie vollständig trocknen.

Hier noch einmal die Ringelblumen-Blüten von Nahem.

Mir gefällt, welche Leuchtkraft sie auch noch im getrockneten Zustand haben.

Im Kasten reifen noch mehrere Samenstände heran.

Viele andere Samen sind schon reif und können geerntet werden.
Hier die Samen von Nahem.

Man sieht deutlich die geringelte Form, die der Ringelblume den Namen gegeben hat.

Erstaunlich ist auch, wie unterschiedlich die Samen der Ringelblume sind.

Es gibt grosse, mittlere und kleine. Alle haben einen geriffelten Aussenrand, mit dem sie sich beispielsweise am Fell von Tieren festhängen können, um transportiert zu werden.

Nun lassen wir den Kräuter-Kasten noch in Ruhe den Rest seines Daseins erleben.

Mal sehen, wie lange er noch durchhält.

 

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